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Anatomie/Skelett |
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Blutgruppen |
| Anatomie
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Schädel
Katzen haben im Gegensatz zu anderen Tieren
einen kurzen, nach vorne gerundeten Schädel. Der obere Teil des Schädels
(Gesichtsschädel) unserer Katzen setzt sich aus der Schädelhöhle, dem
Stirnbein, dem Scheitelbein, dem Schläfenbein, dem Jochbein dem Nasenbein
und den Oberkieferknochen zusammen. Das Stirnbein grenzt an das
Scheitelbein. Vom Stirnbein setzt sich das Nasenbein, welches am
Oberkiefer endet. Der Oberkiefer besteht aus einem paarigen Hohlknochen.
Die Oberkieferbeine bestehen aus einem mittleren, hohlen Teil mit einer
Verbindung zur Nasenhöhle. Das Jochbein ist deutlich seitlich ausgeprägt.
Die Augen ruhen in den Augenhöhlen. Der Unterkiefer ist durch ein Gelenk
mit dem Hirnschädel verbunden. Er besteht aus dem Unterkieferkörper, den
Zahnfächern und dem Unterkieferrast mit Gelenk- und Muskelfortsatz auf
beiden Seiten. 
Um die Beute festzuhalten und zu zerteilen, hat unsere Samtpfote ein
Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen, Reißzähne oder Fangzähnen und kräftige
vordere Backenzähne. Im sitzen Kiefer insgesamt 30 Zähne (16 oben und 14
unten). Der Unterkiefer hat einen Backenzahn weniger. Allerdings hat eine
Katze als Fleischfresser weniger Zähne als wir. Das Gebiss der Katze ist
auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren
Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf
mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht
zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken. Zur Unterstützung hat
hier eine starke Kaumuskulatur. So wird das Gebiss einer Katze zu einem
effektiven Werkzeug und ist gleichzeitig eine Waffe. |
Welpen haben nur 26 Milchzähne. Im Alter von etwa zwei Wochen brechen die
ersten Milchzähne eines Kätzchens durch und mit acht Wochen ist das
Welpengebiss dann vorhanden. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der
Zahnwechsel und mit neun Monaten ist das Gebiss einer erwachsenen Katze
vollkommen entwickelt. Durch Zahnstein verliert eine Katze ihre Zähne.
Servieren sie daher ihrer Samtpfote auch Trockenfutter. Ein gesundes
Gebiss ist weiß und das Zahnfleisch rosa; ein mit Zahnstein &überzogenes
ist grau bis braun verfärbt. Katzen mit Zahnerkrankungen riechen nicht
nur aus dem Maul, sondern in der Folge kann sie auch ernsthaft (z. B.
Nieren) erkranken. Beim Besuch des Tierarztes müssen daher auch die Zähne
untersucht und der Zahnstein entfernt werden.
Mit den nach innen gebogenen Reißzähnen (2) oder Eckzähnen fasst und tötet
sie ihre Beute und mit seitlich gerichteten Kopf reißt sie die
Fleischbrocken aus dem Beutetier. Eine Katzenmutter setzt sie allerdings
auch ein, um ihre Jungen, die bei diesem Biss in eine Tragstarre fallen,
in ein sicheres Versteck zu bringen. Die vorderen kräftigen Backenzähne
(3) zerteilen das Fleisch mundgerecht um es nun herunterzuschlucken. Auch
kleinere Knochen werden zermalmt. Da Hühnerknochen leicht splittern, lösen
sie bitte die Knochen vom Hühnchen aus. Durch die aggressiven Magensäfte
wird die Nahrung nun verdaut. Die winzigen Schneidezähne (1) im Ober- und
Unterkiefer benutzt eine Katze nur um Fleischreste vom Knochen abzuschaben
oder zur Fellpflege. Mit Geschick angelt sie sogar Flöhe aus ihrem Fell.
Danach folgt im Unterkiefer links und rechts eine Zahnlücke und der
letzte verkümmerte Backenzahn.
| Die Zahnformel des
Milchgebisses bezogen auf die Kieferhälfte
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| oben |
3 P |
1 C |
3 I |
| unten |
2 P |
1 C |
3 I |
| Die Zahnformel einer
erwachsenen Katze bezogen auf die Kieferhälfte
|
| oben |
1 M |
3 P |
1 C |
3 I |
| unten |
1 M |
2 P |
1 C |
3 I |
Die Bedeutung:
M=Molare(s) = Backenzähne P=Prämolare(s) = Vorderbackenzähne
C=Canini = Reisszähne I=incisivi = Schneidezähne |
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Das Rückgrad
Das Rückgrat der Katze besteht aus
unterschiedlichen Wirbeln: 7
Halswirbel, 13 Brustwirbel, 7
Lendenwirbel, die von vorne nach hinten an Breite zunehmen, 3
Kreuzbeinwirbel und 20-23 Schwanzwirbel.
Da die Rückenwirbel sehr elastisch miteinander verbunden (im Gegensatz
z.B. beim Menschen) sind, dadurch ist das Rückgrat sehr beweglich. Nur
die Kreuzbeinwirbel sind starr verbunden und damit keine Bewegung
zulassen. Das Schlüsselbein ist verkümmert und in der Muskulatur
eingebettet, so dass das Schultergelenk trotzdem einen festen Halt hat.
Die Halswirbel sind besonders gut drehbar und da zusätzlich zwischen dem
ersten und zweiten Halswirbel ein Gelenk ist, kann eine Katze ihren Kopf
nach allen Seiten, auch rückwärts gut drehen. Die hohen Dornfortsätze
der Halswirbel garantieren die gute Befestigung für eine kräftige
Muskulatur. Eine Voraussetzung für die Sprungkraft, das gute Klettervermögen
und auch das die Katze beim Fallen auf die Füße landet, ist die Drehfähigkeit
der Lendenwirbel. Die Beweglichkeit der Schwanzwirbel zeigt nicht nur die
aktuelle Stimmung Ihres Vierbeiners, sondern hilft auch beim Sprung,
Laufen und Fallen als "Balancegerät". |

Der Brustkorb (Thorax) einer Katze setzt aus
Brustwirbel, an
denen die Rippen (13 Stück) befestigt sind und dem Brustbein (Sternum)
zusammen. Das Brustbein besteht aus mehreren kleinen Knochen, die durch
Knorpel verbunden sind. Mit zunehmendem Alter verhärten diese Knorpelstückchen
allerdings und bilden damit eine Einheit. Die Schulterblätter der Katze
sind dünne, flache Knochen und an den vorderen, schmalen Teilen befinden
sich die Pfannen der Schultergelenke. Die Schulterblätter liegen lose
seitlich am oberen Teil des Brustkorbs an und werden lediglich durch
Muskeln und Bänder gehalten. Dadurch kann sich eine Katze nicht nur durch
engste Ritzen zwängen, sondern auch mühelos auf einem schmalen Sims
laufen. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass Kopf und Wirbelsäule
unbeweglich bleiben, aber Schulterblätter und Beine fast den Boden berühren,
um fast den Erdboden berührend, sich an eine Beute anschleichen zu können.
Auch beim Laufen bewegen sich die Schulterblätter gleichzeitig mit den
Oberarmbeinen. |

Das Becken der Katzen ist äußerst schlank ausgebildet und besteht aus
den beiden Hüftbeinen. Die beiden Hüftbeine bilden zusammen mit dem
Darmbein, Scharmbein und Sitzbein den Beckengürtel. Die Kreuzbeinwirbel
und der erste Schwanzwirbel begrenzen die Beckenhöhle. Die feste
Verbindung des Beckens mit den Kreuzbeinwirbeln ist ideal zum Schleichen,
bei Stürzen und um bei Sprüngen abzufedern. In der halbkugelförmigen
Beckenpfanne liegen die Oberschenkel. Die gesamte Anordnung der
Beckengliedmaße trägt und unterstützt den Katzenkörper beim Laufen und
Springen und liefert mit den freien Gliedmaßen, die nötige Kraftübertragung. |

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Vorderlauf
Der halbkugelförmige Gelenkkopf des
Oberarmbeins lagert in der Gelenkpfanne des Schulterblattes und ist zum
restlichen Knochen leicht verdreht ist. Es bildet die knöcherne Grundlage
des Oberarms.
Das Oberarmbein ist ein Röhrchenknochen, dessen Gelenkende mit
glasartigem Knorpel überzogen ist. Der Oberarmknochen endet mit einem
rollenförmigen Gelenk, das in der Einbuchtung der Elle eingebettet ist
und auf der Gelenkfläche der Speiche aufliegt. Diese Gelenkform nennt man
Ellenbogen. Speiche und Elle, auch Unterarmbein genannt, sind etwa gleich
stark, sind nur durch einen kleinen Zwischenraum getrennt und enden
rollenförmig. Es folgen mehrere Karpalknochen, die nebeneinander
zweireihig angeordnet sind, unter anderem das seitlich herausragende
Erbsenbein. Dann die unterschiedlich langen Voderfußknochen (vergleichen
Sie Ihre Handfläche) und Zehenknochen mit den Krallenbeinen. Der gesamte
Aufbau des Vorderlaufes in Verbindung mit dem Schultergelenk hilft der
Katze, Stöße zu dämpfen und abzufangen.
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Hinterlauf
Der Oberschenkel, der einen abgewickelten
Gelenkkopf hat, sitzt in der Beckenpfanne. Damit
der Unterschenkel im Oberschenkel gleiten kann, ist er am Ende mit einem
Rollkamm und einer Rollfuge ausgebildet. Der Unterschenkel hingegen ist
durch ein Kniegelenk und einer tropfenförmigen Kniescheibe mit dem
parallel verlaufenden Schienbein und Wadenbein (Unterschenkel) verbunden.
Das Schienbein ist am oberen Ende verdickt, so dass das Wadenbein anliegen
kann und zusätzlich ist eine Auskehlung vorhanden, damit die Kniescheibe
geführt wird. Der Hinterfuß unserer Katze besteht aus dem Tarsalknochen,
dem Sprungbein und dem Fersenbein. Der Tarsalknochen setzt sich aus drei
Reihen zusammen. Wie eine Gelenkrolle funktioniert das Sprungbein. Das
Fersenbein ragt aus dem Hinterlauf deutlich heraus und bildet damit die
Vorstufe zur Ferse.
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Dem Skelett folgend bauen nach den Beinen sich
die Füße wie folgt auf: Eine Katze besitzt 7 Vorderfußwurzelknochen,
die das sehr bewegliche und drehbare Fußgelenk bilden. Direkt an den Fußwurzelknochen
sitzen 5 Mittelhandknochen oder Vordermittelfußknochen, an die sich 5
Zehenknochen der Vorderhand oder des Vorderpfoten anschließen. Ihre
Pfoten setzen Katzen nicht nur zum Klettern ein, sondern auch wirksam zum
Greifen, Zuschlagen und zur Körperpflege. Vielleicht haben Sie schon
einmal beobachtet, dass Ihr Liebling diese wie ein Löffel zum Trinken
oder Fressen benutzt. Wenn sich Katzen vorwärts bewegen, treten sie nicht
mit der ganzen Pfote auf, sondern nur mit den Zehenspitzen und gehören
damit zu der Gruppe der Zehengänger. Den typischen geschmeidigen Gang
nennt man auch Schleichgang.
Das Fell geht bis zu den Ballen, je nach Rasse unterschiedlich stark
ausgeprägt. Die spitzen und sichelförmigen Krallen liegen in
Krallenscheiden verborgen und schnellen nur bei Bedarf hervor. Sie sind
eine Kletterhilfe und eine wirksame Waffe zur Verteidigung und der Jagd.
Unsere Samtpfote läuft, sprintet und landet nur auf den Zehenspitzen, im
Gegensatz zu anderen Lauftieren. So kann hier nicht das gesamte Gewicht
auf vielen Knochen sich verteilen. Damit sie einer solchen Belastung
standhalten können, halten Gewebebänder die Knochen fest zusammen und
lassen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken zu. |
Nur mit den Vorderpfoten, an
denen sich Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden, schärft und
wetzt sie die Krallen. Wir finden dann die alten und ausgedienten Krallenhüllen.
Um die hinteren Krallen auf Vordermann zu bringen, setzt sie ihre Zähne
ein. Die Krallen sind nicht nur zum Jagen oder bei einer Verfolgungsjagd,
sondern auch für das Sozialverhalten untereinander wichtig. Die
Vorderpfoten haben 5 Zehen, vier an der Pfote und der kürzere Daumen ist
weiter oberhalb angeordnet. 
An den hinteren Pfoten sind 4 große Zehen, die fünfte ist verkümmert.
Der Aufbau der Gliedmaßen der Menschen ähnelt denen der Katze, nur sind
die Längenverhältnisse umgekehrt. So sind die Oberarmbeine und
Oberschenkel kürzer, dafür werden die Beine über Mittelfußknochen, Fußknochen
bis zu den Zehen immer länger. So erreicht unser Vierbeiner die hohen
Geschwindigkeiten. Damit sie den großen Beanspruchung standhalten können
werden die Knochen von Gewebebänder fest zusammenhalten. Gleichzeitig
ergibt sich daraus eine nur geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken.
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Je nach Rasse ist die Farbe und Größe der
Ballen unterschiedlich, aber sie dienen als Stoßdämpfer bei Sprüngen,
als Bremse, um schnell die Laufrichtung zu ändern und schützen vor
Verletzungen, wenn die Katze durch dorniges oder steiniges Unterholz
streift. Auch sorgen die Ballen mit der dicken Haut dafür, dass die Fußwurzelknochen
nicht verletzt werden. Die Vorderpfoten haben fünf und die Hinterpfoten
vier Fußballen. Ungeklärt ist die Funktion des einzelnen Fußballens,
der nur an den Vorderpfoten oberhalb der übrigen Fußballen sitzt und den
Boden nicht berührt. Für die normale Fortbewegung ist dieser Extraballen
eigentlich ohne Bedeutung. |
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Blutgruppen unserer Katzen
Unsere Hauskatzen haben drei verschiedene
Blutgruppen, die je nach Rasse unterschiedlich häufig vorkommen. So hat
die Europäisch Kurzhaar Katze (EHK) in der Regel die Gruppe A, dagegen
ist die Verteilung bei getesteten Britisch Kurzhaar Katzen 40 % Gruppe A
und 59 % Gruppe B. Weitere Blutgruppen sind die Gruppen B und AB. Nach der
letzten Gruppe bezeichnet man das Blutgruppensystem der Katzen als
AB-System. Da in den Gruppen A und B jeweils Antikörper der anderen
Blutgruppe vorhanden sind entstehen Unverträglichkeiten, die bei einer
Bluttransfusion und insbesondere bei der Aufzucht der Welpen durch die
Muttermilch zu Hämolyse, Zerfall der roten Blutkörperchen; führt. Wenn
die Welpen ohne erkennbaren Grund sterben, kann Blutunverträglichkeit der
Katzeneltern die Ursache sein, daher müssen um dieses zu vermeiden, die
an sonsten gesunden Welpen für zwei Tage zu einer Ersatzmuter geben oder
mit Aufzugsmilch aufziehen. Danach dringen die Antikörper nicht mehr
durch die Darmwand. Die bei einer säugenden Mutter in dem Kolostrum
(Muttermilch der ersten paar Tage) enthaltenden Abwehrstoffe und
Immunstoffe können bei sorgfältiger Hygiene vernachlässigt werden.
Blutgruppenunverträglichkeit
Der medizinische Fachausdruck für die Blutgruppenunverträglichkeit heißt
feline neonatale Isoerythrolyse oder "Fading kitten syndrom (FNI).
Erste Anzeichen des Zerfalls der roten Blutkörperchen können eine
Gelbsucht, Blutarmut oder ein bräunlicher Urin der Welpen sein. Da die
Antikörper der Blutgruppe B stärker dominieren, als die der Blutgruppe
A, sind die Jungen mit der Blutgruppe A stärker gefährdet. Hat hier der
Kater die Gruppe A und die Katze die Gruppe B, muss dies bei der Paarung
von Katzen beachtet werden. Aber Katzen mit der Blutgruppe AB besitzen
dagegen keine Antikörper. |
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Quelle: www.katzenwesen.de
Copyright: "R. Neumann"
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2002, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten. Dein
Katzen-Life-Team:
Tom u. Daniela Döppers
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