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Infektionen |
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Themen der Seite:
FIV, FeLV,
Krallen, FIP,
Toxoplasmose, Tollwut,
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Tetanus, Salmonellose,
Tuberkulose |
| Allgemeines
zu Infektionen |
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Unsere
Ausführungen sollen Dir helfen, bestimmte Krankheiten im Ansatz
zu erkennen, um rechtzeitig handeln zu können. Da die ärztlichen
Maßnahmen sehr vielfältig sind und ganz spezielle Arzneimittel
erfordern, die dem Laien ohnehin unzugänglich sind, haben wir
teilweise auf die Behandlungsbeschreibung verzichtet. Da der
Katzenfreund auf keinen Fall selbst behandeln darf und auch nicht
zu Experimenten verleitet werden soll. Bei den ersten Anzeichen
solltest Du unbedingt den Rat eines Arztes einholen. Noch mehr Infos über
Infektionen im allgemeinen Sinn erhältst Du unter der Rubrik Tipps
u. Tricks. Lese auch den Katzenwelt-Ratgeber Hilfe,
meine Katze niest
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| Katzenseuche |
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Der
Begriff Katzenseuche steht für eine ganze Reihe virusbedingter
Erkrankungen. Hier kennen wir die Panleukopenie (krankhafte
Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Infektionen der
Atemwege, wie den Katzenschnupfen, die Katzenstaupe und den
Virusschnupfen. Um Dich nicht zu verwirren, möchten wir die
infektiöse Panleukopenie und den Virusschnupfen besprechen. Du erhältst dadurch genügend Kenntnisse, um Gefahren aus dem
Gesamtkomplex Katzenseuche" zu erkennen. .
Die
Infektiöse Panleukopenie
Auslöser
dieser Erkrankung ist ein Virus, das sehr widerstandsfähig ist
und nicht ohne weiteres durch chemische Mittel, Hitze oder Kälte
vernichtet werden kann. Hat es sich erst einmal in einem Raum
festgesetzt, kann es über ein Jahr infektionsfähig bleiben.
Selbst Kälteeinwirkungen verträgt es gut und kann sogar bei
minus 60° C mehrere Jahre existieren. Hat das Virus die Katze
befallen, schädigt es die weißen Blutkörperchen und vermindert
so die Abwehrkräfte des Tieres. Das Kätzchen zeigt schwere
Krankheitserscheinungen und kann rasch sterben. Junge Katzen
werden bevorzugt befallen. Du solltest also doppelt vorsichtig
sein. Hat sich die Katze infiziert, dauert es etwa vier bis zehn
Tage, bis die Krankheit ausbricht. Übertragen wird die
Panleukopenie durch Tröpfcheninfektion von Katze zu Katze oder
auch durch beißende Flöhe und stechende Insekten. Allerdings muss
das Virus nicht direkt übertragen werden. Du kannst es auch an
Deinen Schuhen oder Kleidungsstücken ins Haus schleppen. Das Kätzchen
kann sich aber auch an allen Gegenständen anstecken, mit denen
eine kranke Katze in Berührung gekommen ist. Katzen, die diese
Krankheit überstanden haben, können auch Monate danach das
Virus ausscheiden und gesunde Tiere infizieren. Im Frühjahr und
Herbst sind Katzen besonders gefährdet.
Die
Krankheit beginnt mit heftigen Krankheitsanzeichen. Das Kätzchen
wird teilnahmslos und reagiert nur noch schwerfällig. Es hat
hohes Fieber, das Temperaturen von 40° und 41°C erreichen kann,
manchmal auch noch höhere Werte anzeigt. Die Katze erbricht eine wässrig-gallige Flüssigkeit; später ist das Erbrochene
schleimig und zäh. Durchfälle, die äußerst unangenehm riechen,
eine ungewöhnliche Farbe haben und Blut enthalten können,
treten nach dem ersten oder auch nach mehreren Krankheitstagen
auf. Die Durchfälle können aber auch ganz fehlen und es kann in
den ersten Krankheitstagen sogar zur Verstopfung kommen. Das Tier
macht einen schweren Leidenseindruck und hat starke
Bauchschmerzen. Typisch ist, dass sich das Kätzchen im
Toilettenkistchen auf den Bauch legt, den Kopf zur Seite dreht
und die Pfoten von sich streckt. Dabei vermeidet es den Körper
zu dehnen, da dies sehr schmerzhaft sein würde. Oft sitzt die
Katze vor der Trinkschüssel und hält den Kopf darüber, als
wolle sie trinken. Die genaue Beobachtung ergibt jedoch, dass sie
keine Flüssigkeit zu sich nimmt. Der Krankheitsverlauf ist meist sehr akut und führt innerhalb weniger Stunden oder spätestens
nach drei bis vier Tagen zum Tode. Er kann auch so akut sein,
dass die Katze ohne erkennbare Krankheitsanzeichen stirbt. In
diesen Fällen wird die Krankheit oft mit Vergiftungen oder mit
einer akuten Toxoplasmose verwechselt.
Verläuft
die Krankheit akut, erfolgt eine rasche Abmagerung mit schnellem
Kräfteverfall. Durch das häufige Erbrechen besteht die Gefahr
der Austrocknung. Die Haut wird faltig und fühlt sich wie
Pergamentpapier an. Das Fell wird struppig, matt und durch die
fehlende Körperpflege unansehnlich. Die hohen Temperaturwerte
fallen nach einigen Tagen wieder auf normal ab, manchmal sogar
unter den Normalwert. Überlebt die Katze die ersten drei bis
vier Tage, bestehen gute Heilungschancen. Die Krankheit kann bis
zu zehn Tagen andauern. Da sich die Panleukopenie auch leichter
äußern kann, solltest Du ganz besonders bei erhöhter
Temperatur, die einige Tage andauert, den Arzt aufsuchen! Die
Panleukopenie kann auch böse Folgeschäden hinterlassen. Wird
eine trächtige Katze angesteckt, kommt es bei den Kätzchen im
Mutterleib zu Kleinhirndegenerationen, wodurch einige Monate nach
der Geburt starke Bewegungsstörungen (verkrampfter, taumelnder
Gang) auftreten. Es kann auch zur Abtötung der Kätzchen im
Mutterleib und damit zur Totgeburt kommen. Infiziert sich ein
neugeborenes Kätzchen, wird es in der Regel auch befallen, wenn
es noch keine neun Tage alt ist. Nach diesem Zeitpunkt ist die
Gefahr einer Hirnschädigung nicht mehr gegeben, da das aktive
Wachstum der Rindenzellen abgeschlossen ist. Steckt sich ein Kätzchen
nach dem neunten Lebenstag an, können das lymphatische System,
das die Abwehrkräfte mobilisiert, und das Knochenmark geschädigt
werden.
Virusschnupfen
Der
Virusschnupfen ist in vielen Ländern und Erdteilen verbreitet.
Mit diesem Krankheitsbegriff meinen wir alle Erkrankungen der
oberen Atemwege, die ein grippeähnliches Krankheitsbild haben
und durch Viren ausgelöst werden. Die Krankheitsursachen sind
sehr vielfältig. Besonders erwähnenswert ist hier die schlechte
und nur kurz andauernde Immunitätsbildung, aber auch die
herabgesetzte Widerstandsfähigkeit durch einschneidende
Umwelteinflüsse und enorme psychische Belastungen. So konnte
beispielsweise bei Katzen, die nach einem Besitzerwechsel viel
Heimweh hatten, beobachtet werden, dass sie für diese Erkrankung
besonders anfällig waren und übermäßig lange erkrankten.
Ebenso begünstigen klimatische Einflüsse den Virusschnupfen.
Nasses, kaltes Wetter und feuchte Hitze sind geradezu die idealen
Brutstätten. Die Krankheit tritt da vermehrt auf, wo viele
Katzen zusammen leben müssen. Nach einem Krankheitsausbruch im
Tierheim kann rasch die Hälfte der Katzen erkranken und sterben.
Die Krankheit kann auch in unsere Wohnung eingeschleppt werden.
In der
Regel infizieren sich nur Katzen. Dabei spielt das Alter keine
wesentliche Rolle. Menschen, Hunde und Kleinsäuger (z.B. Hamster)
werden meistens nicht befallen. Trotzdem ist erhöhte Vorsicht im
Umgang mit erkrankten Tieren geboten, da es durchaus auch
Krankheitserreger gibt, die bei Menschen und Katzen grippeähnliche
Erkrankungen verursachen. Wie bereits erwähnt, sind die Auslöser
des Virusschnupfens Viren unterschiedlicher Gattung. Wir kennen
zwei bedeutende Gruppen, die häufig Infektionen hervorrufen:
Herpes- und Picornaviren. Die Wirkungsweise der einzelnen Viren
bestimmt grundsätzlich den Krankheitsverlauf. Durch
Superinfektion wird das Krankheitsbild verändert. Über die
Widerstandsfähigkeit der einzelnen Viren ist nicht viel bekannt.
Sie sind jedoch recht säureempfindlich und können durch
chemische Substanzen unschädlich gemacht werden. Übertragen
wird der Virusschnupfen durch Tröpfchen- und Schmierinfektion
von Katze zu Katze. Das Tier kann sich aber auch an
ausgeflossenem Speichel infizieren, der überall da sein kann, wo
sich erkrankte Katzen aufgehalten haben. Die Viren siedeln sich
in der Schleimhaut des Nasen-Rachenraums an und rufen die
katarrhalischen Erscheinungen hervor.
Die
Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage. Spätestens
nach einer Woche werden die ersten Krankheitsanzeichen sichtbar.
Aus heiterem Himmel beginnt unsere Katze zu nießen und zeigt
bereits am ersten Tag einen Temperaturanstieg auf etwa 40° C. An
ihrer sonst so beliebten Katzennahrung macht sie sich auffallend
weniger zu schaffen; sie kann die Nahrungsaufnahme auch ganz
einstellen. Innerhalb kurzer Zeit schwellen oft die Augenlider an.
Bei Jungen Katzen nehmen die Schwellungen ein solches Ausmaß an, dass die Augenlider völlig geschlossen sind. Ebenfalls schwellen
die Nasenschleimhäute und behindern die Atmung. Das Kätzchen
atmet dann meistens mit offenem Mäulchen.
Während
der Erkrankung schwankt die Temperatur zwischen 38,5°C und 40°
C, kann aber auch bis zu 40,6°C ansteigen. Häufig beginnt die
Krankheit auch mit 40° C. In den Augenwinkeln und in der Nase
bildet sich zähflüssiges Sekret. Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und dadurch bedingt zu Fellverunreinigungen um das
Mäulchen, die Brust und die Vorderpfoten. Verläuft die
Krankheit schwer, verweigert die Katze, infolge akuter Entzündungserscheinungen
der Mundschleimhaut, das Futter gänzlich. Gelegentlich wurde
Haarausfall beobachtet. Eigentlich sollte die Krankheit nach zwei
bis drei Wochen vorüber sein, sie kann sich aber auch mehrere
Wochen, ja sogar einige Monate hinziehen. Trotz guter ärztlicher
Behandlung und intensiver Pflege kann es zu Folgeschäden kommen.
Hier kennen wir Stirnhöhlenentzündungen, Bronchitis und, wenn
auch seltener, Lungenentzündungen. Schütze daher das Kätzchen
vor jeglichem Luftzug.
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Erkrankung
durch das feline Immunschwäche-Virus (FIV)
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Ursache
und Übertragung: Das feline-Immunschwäche-Virus (FIV) ist
verwandt mit dem HIV-Virus des Menschen. Eine mit dem FIV-infizierte
Katze stellt jedoch keine Gefahr für den Menschen dar!
Die Übertragung
von Katze zu Katze findet in erster Linie über Bisse statt. Wenn
eine weibliche Katze während der Trächtigkeit angesteckt wird,
kann es auch zu einer Übertragung auf die Jungtiere über die
Plazenta während der Schwangerschaft oder über die Milch während
der Stillzeit kommen. Die Übertragung durch den Deckakt ist
wahrscheinlich aber noch nicht abschließend geklärt. Katzen
sind am meisten gefährdet, die mit vielen anderen Katzen
zusammen verkehren und häufig in Kämpfe verwickelt sind. Daher
kommt die FIV-Infektion bei Katzen mit freiem Auslauf besonders häufig
vor. Nach der Ansteckung vergehen oft viele Jahre bis die
Erkrankung ausbricht.
Krankheitsanzeichen: Im Körper der
Katze befällt das Virus das Lymphsystem und schwächt die
Immunabwehr. Die Krankheitsanzeichen stehen häufig mit
Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie bakteriellen
Infektionen von Haut, Harnblase und Atmungsapparat in Verbindung.
Erkrankte Tiere haben häufig Durchfall oder leiden an
zentralnervösen Störungen. Schließlich kann das erworbene
Immunschwäche-Syndrom mit tumorösen Lymphknotenveränderungen
und Nierenversagen einhergehen. Die Symptome können so
vielgestaltig sein, dass eine Klärung der Krankheitsursache nur
über einen Bluttest mit Nachweis spezifischer Antikörper gegen
das FIV gelingt, die bereits einige Wochen nach der Infektion
vorhanden sind.
Vorbeugung
und Behandlung: Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit,
durch eine gezielte Therapie das FIV aus dem Körper der Katze zu
eliminieren. Die Behandlung beschränkt sich auf die Symptome und
auf die Stärkung der Abwehrkraft.
Die bei
AIDS-kranken Menschen eingesetzten chemotherapeutischen Verfahren
befinden sich für Katzen noch in Erprobung. Mit großer
Sicherheit kann eine Infektion nur dann verhindert werden, wenn
eine Katze ausschließlich mit FIV-negativ getesteten Tieren
zusammenlebt. Bei freilaufenden Katzen kann eine Ansteckung nicht
verhindert, das Risiko aber durch Kastration und nächtliches
Ausgangsverbot reduziert werden. Zur Zeit gibt es noch keinen
Impfstoff gegen das FIV.
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Erkrankung
durch das feline Leukämie-Virus (FeLV)
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Ursache
und Übertragung: Die durch das feline Leukämievirus (FeLV)
verursachte Erkrankung gehört zu den häufigsten schwerwiegenden
Infektionskrankheiten der Katze.
Glücklicherweise
gibt es bis heute keinen Hinweis dafür, dass dieser
Krankheitserreger auch dem Menschen gefährlich werden könnte.
Eine infizierte Katze - sie muss noch nicht sichtbar erkrankt
sein - scheidet das Virus unter anderem in großen Mengen über
den Speichel aus. Die Ansteckung gesunder Katzen erfolgt meist
direkt von Tier zu Tier durch gegenseitiges Beschnüffeln und
Belecken. Der Erreger kann aber auch indirekt zum Beispiel bei
der Benutzung derselben Ess- und Trinknäpfe übertragen werden.
Die Infektion ist sogar von der Mutterkatze auf das ungeborene
oder neugeborene Kätzchen möglich. Nach der Ansteckung können
Monate bis Jahre vergehen, bis die Krankheit ausbricht.
Krankheitsanzeichen: Die
Krankheitsanzeichen sind derart vielgestaltig, dass sie hier
nicht alle genannt werden können. Erkrankte Katzen werden mit
der Zeit immer schwächer, magern ab, leiden oft an einer Veränderung
ihres Blutes, und bei einigen entwickeln sich auch durch das
Virus verursachte bösartige Tumoren.
Vorbeugung
und Behandlung: Die Behandlung gegen die Ursache der
Erkrankung - gegen das Virus - ist nicht möglich. Wenn der
Krankheitsprozess noch nicht weit fortgeschritten ist und die
Katze offensichtlich noch nicht daran leidet, können die
Symptome kuriert und die Abwehrkraft der Katze gestärkt werden.
Die Katze muss sofort von anderen Katzen getrennt werden, um eine
weitere Verbreitung zu verhindern.
Das gilt
natürlich für alle infizierten Katzen. Dabei muss daran gedacht
werden, dass Katzen, die bereits infiziert aber noch nicht
erkrankt zu sein brauchen, das Virus trotzdem schon übertragen können.
Da es keine sinnvollen Therapieverfahren gibt, muss auf die
Vorbeugung besonderen Wert gelegt werden. Zunächst müssen die
Katzen erkannt werden, die das Virus weiterverbreiten können.
Alle Mitglieder einer Katzengemeinschaft sollten daher getestet
werden. Mit dem Test, der das Virus im Blut nachweist, können
die meisten infizierten Tiere erkannt werden. Wer ganz sicher
sein möchte, lässt seine Katzen zweimal im Abstand von drei
Monaten testen. Natürlich darf in dieser Zeit kein Kontakt zu
anderen Katzen bestehen. Außerdem sollte jede neu aufgenommene
Katze getestet werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen können
allerdings nur bei Katzen ohne freien Auslauf voll wirksam sein.
Eine weitere Möglichkeit vorzubeugen, ist die Impfung.
Inzwischen gibt es gut verträgliche Impfstoffe, die einen guten,
wenn auch nicht 100%igen Schutz vor der Infektion bieten. Vor der
Impfung sollte durch einen Bluttest sichergestellt sein, dass die
Katze nicht bereits infiziert ist. Auf die vorherige
Blutuntersuchung kann bei Jungkätzchen mit einer nachweislich
nichtinfizierten Mutter verzichtet werden. Im Sinne einer
effektiven Prophylaxe ist zu fordern, dass möglichst viele
Katzen getestet und geimpft werden.
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Erkrankung der Katzenpfoten (hier auch durch
Verletzungen)
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Infolge von Verletzungen sowie
Infektionen mit Hautpilzen oder einzelnen Viren (etwa dem felinen
Leukämievirus) kann es zur Entwicklung äußerst schmerzhafter Rötungen des
Krallenbettes kommen. Davon betroffen können einzelne oder gleich mehrere
Krallen sein. Oft ist auch die beteiligte Krallenbasis stark verkrustet oder mit
schmierigen Ablagerungen überzogen. Zudem können die Krallen nun brüchig
werden. Zur Behandlung solcher Krallenbettentzündungen empfehlen sich die
gründliche Desinfektion der betroffenen Hautareale und das regelmäßige
Waschen mit einem krustenlösenden Mittel sowie die Gabe gezielter Antibiotika
über einen längeren Zeitraum. Sollte die Erkrankung auf ein Pilzbefall
zurückzuführen sein, ist der Einsatz sogenannter Mykotika geeigneter.
Damit sich die entzündeten Stellen nach und nach erholen können, muss die
Katze durch tragen eine Halskrause davon abgehalten werden, sich über die
Pfoten zu lecken bzw. an ihnen zu nagen/knabbern. Ein Pfotenverband würde nicht
lange standhalten. Sie sollte außerdem nicht mehr Freigang bekommen.
Durch allergische Reaktionen, etwa auf Mückenstiche, kann es zu einer
übermäßig starken Verhornung an den Rändern der Sohlenpolster kommen. Dem
typischen Bild dieser so genannten Hyperkeratose gehen oft Rötungen,
Schwellungen, Schmerzhaftigkeit und eine mehr oder weniger tiefe Rissbildung an
den betroffenen Ballen voraus. Meist erkranken alle vier Pfoten gleichzeitig.
Zudem gibt es weitere Symptome auch an den Ohrmuscheln und auf dem Nasenrücken.
Derartige Hautveränderungen treten in den Sommermonaten und dann vor allem in
sehr warmen Gegenden auf - im Winter verschwinden sie rasch wieder.
Quelle: "Auszugsweise aus diversen Fachzeitschriften"
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| Feline
Infektiöse Peritonitis (FIP) |
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Ursache
und Übertragung: Die FIP ist eine weitere häufige
Infektionskrankheit der Katze, die durch ein Virus - ein
Coronavirus - verursacht wird. Coronaviren werden von infizierten
Katzen mit dem Stuhl ausgeschieden und von anderen Katzen über
Mund und Nase aufgenommen. In der Umwelt bleibt das Virus bis zu
6 Wochen ansteckend. Deshalb ist eine Ansteckung nicht nur direkt
von Katze zu Katze sondern auch über den kontaminierten Boden, Käfige,
Decken, Kissen und Polster, Ess- und Trinkgefäße,
Pflegeutensilien sowie über Hände und Kleidung der Menschen möglich.
Besonders empfänglich sind Jungtiere. Das Coronavirus ist in den
meisten Fällen recht harmlos. Etwa die Hälfte aller Katzen
beherbergen dieses Virus in ihrem Darm. Und nur ein kleiner Teil
dieser Katzen - etwa 5 % - erkrankt an FIP Wie kommt das? Die
Wissenschaft ist derzeit der Meinung, dass es bei einigen Katzen,
die das Coronavirus in sich tragen, zu Mutationen (= Änderung
der Erbinformation) der Viren kommt. So werden die zunächst
harmlosen Viren bösartig. Sie können dann aus dem Darm
auswandern und über befallene Blutzellen (Makrophagen) den
ganzen Körper infizieren. Offenbar schützt ein intaktes
Immunsystem, insbesondere eine intakte zelluläre Immunabwehr,
viele Katzen vor der FIP Eine Schwächung des Immunsystems,
Stress und andere Infektionen fördern die Vermehrung der
Coronaviren im Darm und erhöhen damit das Risiko, dass bösartige
FIP-verursachende Coronaviren entstehen.
Krankheitsanzeichen: Anfänglich sind
die Symptome recht unspezifisch (Fieber, Lustlosigkeit,
mangelnder Appetit, evtl. Durchfall). Meist entsteht dann die
feuchte Form der FIP, die mit eiweißreichen Ergüssen in die großen
Körperhöhlen, z.B. in die Bauchhöhle, einhergeht. Der Bauch
der Katze schwillt dann stark an. Viele Katzen haben
wiederkehrendes Fieber, das auf keine Behandlung anspricht.
Einige Katzen entwickeln eine trockene Form der FIP ohne Ergüsse.
Diagnose: Bei der feuchten
Form der FIP ist die Diagnose durch Untersuchung der Ergussflüssigkeit
(Rivaltaprobe) einfach. Die Diagnose der trockenen Form der FIP
ist nur durch umfangreichere Laboruntersuchungen sicher zu
stellen.
Vorbeugung
und Behandlung: Leider besteht bei der FIP keine Aussicht
auf Heilung, wirksame Behandlungsverfahren sind nicht bekannt.
Deshalb muss der Schwerpunkt bei der Bekämpfung dieser
Erkrankung auf der Vorbeugung liegen.
Züchter
und private Katzenfreunde haben die Möglichkeit, Coronavirus-freie
Katzengemeinschaften aufzubauen. Allerdings dürfen die Katzen
dann keinen Freilauf haben. Durch Untersuchung von Blutproben
kann leicht festgestellt werden, ob die Katzen infiziert sind. (Hinweis:
Geimpfte Katzen sind schwieriger zu überwachen, weil auch in
ihrem Blut Antikörper nachweisbar sind. Antikörper-Teste können
dann nicht unterscheiden, ob die Antikörper von der Impfung oder
einer Infektion stammen). In vielen Fällen werden Antikörper
nachgewiesen, und das ist zunächst kein Grund zur Panik. Die
meisten Katzen überwinden das Virus schließlich, werden nicht
krank und meist auch im Test negativ (keine Antikörper mehr
nachweisbar). Wenn keine neue Katze angeschafft wird, besteht
eine gute Chance, dass kleine, nicht überbesetzte und stabile
Katzengemeinschaften Coronavirus-frei werden. Wenn die
Katzenhaltungen erst einmal frei sind, sollten nur Katzen
hinzukommen, die nachweislich negativ getestet wurden, bei denen
eine Infektion also nicht nachweisbar ist.
Da
Jungtiere besonders empfänglich sind und häufig durch die
Mutter selbst angesteckt werden, sollte der Zucht besondere
Aufmerksamkeit geschenkt werden. Durch ein Frühabsetzprogramm,
das leider recht aufwendig ist, kann erreicht werden, dass Jungkätzchen
infizierter Mütter Coronavirus-frei aufwachsen. Dazu kommt die
werdende Mutter in einen Raum, zu dem andere Katzen keinen Zugang
haben. Der Raum ist mit allen nötigen Utensilien wie Katzenklo,
Ess- und Trinkgefäßen ausgestattet. In den ersten fünf Wochen
sind die Kätzchen durch Antikörper in der Milch der Kätzin
geschützt und erst danach für die Infektion empfänglich.
Deshalb wird die Kätzin nach fünf Wochen aus dem Raum genommen,
oder die Welpen werden zur weiteren Aufzucht in einen anderen
separaten Raum verbracht. Der Kontakt zur Mutter oder zu anderen
möglicherweise infizierten Katzen ist dann streng verboten. Auch
der Mensch, der diesen Raum betritt, kann ja Coronaviren von den
in anderen Räumen gehaltenen Katzen einschleppen und sollte
deshalb die Hände waschen, eine extra Paar Schuhe und einen
Kittel überziehen, der nur in diesem Raum getragen wird. So kann
es gelingen, nicht infizierte Kätzchen zu vermitteln.
Alle
Katzenhaltungen mit Freilauf haben jedoch keine Möglichkeit,
eine Infektion zu verhindern. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme
ist dann, die Gemeinschaft stabil zu halten, nicht zu viele
Katzen zusammenzuhalten und für eine katzengerechte, stressarme
Umgebung zu sorgen. Es gibt einen FIP-Impfstoff, der Katzen ab
einem Alter von 16 Wochen in die Nase gegeben wird und bisher
nicht infizierten Katzen einen gewissen Schutz bietet. Kätzchen,
die bereits infiziert sind, werden durch die Impfung nicht geschützt.
Deshalb ist es sinnvoll, vor der Impfung durch die Untersuchung
einer Blutprobe zu klären, ob bereits eine Infektion vorliegt.
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| Toxoplasmose |
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Sie ist für
Mensch und Tier eine nicht gerade harmlose Infektionskrankheit.
Auslöser ist der Erreger Toxoplasma gondii, ein widerstandsfähiger
und zäher Bursche. Er gehört zur Familie der Protozoen.
Aufzufinden ist er in rohem Fleisch, wobei Schweinefleisch
eine besondere Rolle spielt. Ebenfalls kann er sich in den Innereien
anderer Schlachttiere, in Vögeln und Mäusen halten. Nach dem
Verzehr durch die Katze setzt er sich im Darm fest, wo er sich
vermehrt. Danach werden die gebildeten Oozysten mit dem
Katzenkot ausgeschieden. Frisch ausgeschiedene Oozysten werden
innerhalb von ein bis vier Tagen infektiös. Je nach Erregerart
vergehen von der Aufnahme bis zur Ausscheidung drei bis zehn Tage.
In feuchter Umgebung kann der Toxoplasmoseerreger bis zu 17
Monaten infektionsfähig bleiben. Resistent ist er gegen Alkali
und Säuren, rasch zerstört wird er durch Ammoniak, Hitze und
Trockenheit.
Wie
bereits erwähnt, erfolgt die Übertragung hauptsächlich durch
Aufnahme von infiziertem Fleisch. Durch den Katzenkot können auf
dem Wege der Schmierinfektion auch andere Tiere angesteckt werden.
Möglich ist auch eine Tröpfcheninfektion durch das Nasensekret,
den Speichel und den Harn erkrankter Tiere. Landschnecken,
Fliegen und Regenwürmer, die mit den Exkrementen der kranken
Katze in Berührung kamen, verschleppen diese Krankheit ebenfalls.
Auf den Blut- und Lymphwegen gelangen die Erreger in die
verschiedenen Organe des Tieres. Je nach Immunlage der Katze überleben
die Toxoplasmoseerreger reaktionslos in Form von Zysten, oder sie
führen zu entzündlichen Prozessen. Die Inkubationszeit ist
recht unterschiedlich. Es vergehen einige Tage oder auch Wochen,
bis die ersten Krankheitsanzeichen sichtbar werden. Einen
typischen Verlauf der Toxoplasmose gibt es nicht. Meist verläuft
sie komplikationslos! Die Krankheitsanzeichen sind
uncharakteristisch, so dass zunächst eine Verwechslung mit
anderen Infektionskrankheiten möglich ist. Endgültigen Aufschluss
gibt im akuten Zustand die Untersuchung des Blutes und des
Katzenkots.
Bei akuter
Erkrankung, die glücklicherweise sehr selten ist, verweigert das
Kätzchen die Nahrungsaufnahme, zeigt sich teilnahmslos, hat
Fieber und Atemstörungen. Sei bitte ganz besonders aufmerksam,
wenn Deine Katze längere Zeit schwer und geräuschvoll atmet
oder ständig Fieber hat. Der chronische Verlauf der Toxoplasmose
ist durch wechselnde Fieberschübe, Erbrechen, Durchfall und
langanhaltende Lungenentzündungen gekennzeichnet.
Augenkomplikationen treten auf und es kann zur Degeneration und
Entzündungen der Netzhaut kommen. Die hinzukommenden zentralnervösen
Störungen machen sich dadurch bemerkbar, dass die Katze taumelnd
geht. Die Krankheit kann sich auch lediglich durch Fieber,
Erbrechen und schwere Durchfälle äußern. Folgeschäden wie
Lungenödeme und Gelbsucht sind nicht selten. Die Infektion mit
dem Toxoplasmoseerreger bildet eine gewisse Immunität aus, die
die Infektionsprozesse unterbinden kann. Die Immunität kann
lange Zeit mehr oder weniger erhalten bleiben. Dies hängt stark
von der körperlichen Verfassung der Katze ab. Geschwächt wird
die Resistenz durch überdurchschnittlichen Stress und erneute
Infektionen.
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Tollwut (Lyssa, Rabies)
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Sie ist
eine der heimtückischsten, gefährlichsten und für Mensch und
Tier grausam verlaufende Infektionskrankheit, die nach der
Inkubationszeit absolut zum Tode führt. Eine besondere
Heilmethode gibt es nicht; der einzige Schutz beim Tier und bei
Menschen, die häufig mit Tieren zusammen sind (Tierärzte,
Tierpfleger), ist die Impfung. Erkrankte Tiere, die nicht geimpft
sind, werden grundsätzlich getötet. Für sie besteht ein
Behandlungsverbot! Geimpfte Katzen, bei denen Tollwutverdacht
besteht, können mit behördlicher Genehmigung erneut geimpft
werden, wenn die Impfung mindestens vier Wochen und längstens
ein Jahr alt ist. Infizierte Menschen versucht man durch nachträgliche
Impfungen, die während der Inkubationszeit wirken, zu behandeln.
Diese Impfungen sind jedoch nicht ganz unproblematisch. Der
Tollwuterreger, Formido inexorabilis genannt, wurde zwischen 1881
und 1884 von Louis Pasteur entdeckt. Pasteur entwickelte schließlich
auch die Tollwutschutzimpfung.
Bereits
einige Tage vor Krankheitsausbruch befindet sich das Virus im
Speichel des erkrankten Tieres. Es wird durch den Biss in die
Blutbahn anderer Tiere übertragen und entfaltet dort seine Schädlichkeit.
Allerdings ist eine Erkrankung erst dann möglich, wenn das Virus
in die Blutbahn gerät. Das Tollwutvirus gelangt durch die
Nervenbahnen in die graue Substanz des Zentralnervensystems und
schädigt dort die Nervenzellen. Man unterscheidet die stille und
die rasende Wut. Bei der stillen Wut können die
Krankheitsanzeichen sehr vielschichtig und für den Laien oftmals
nur schwer erkennbar sein. Manchmal wird eine sonst unruhige und
wilde Katze plötzlich zutraulich und liebevoll. Die rasende Wut
zeichnet sich durch Angriffslust, Beißen und Kratzen aus. Die
Katze macht dann selbst vor bekannten Personen nicht halt. Dies
gilt als sicheres Anzeichen für den dringenden Tollwutverdacht.
Jedes abartige, nicht katzengerechte Verhalten ist verdächtig.
Zwischen Biss und Krankheitsausbruch (Inkubationszeit) vergehen in der
Regel etwa zwei Wochen bis zu einem Jahr. Das Wesen des Kätzchens
verändert sich. Anschließend kommt es zu den typischen
Krankheitserscheinungen. Die Katze hat Schluckbeschwerden, die
mit vermehrtem Speichelfluss einhergehen. Weiterhin erfolgt die Lähmung
der Hinterpfoten, so dass sich das Tierchen nur noch mühsam davon schleppen kann. Beim Anblick von Flüssigkeiten beginnt die
Katze zu speicheln. Unter heftigen Krämpfen tritt nach einigen
Tagen der Tod ein. Wenn Du bei Deiner Katze abnorme
Verhaltensweisen beobachtest, suche bitte sofort den Tierarzt auf.
In tollwutgefährdeten Gebieten solltest Du ohnehin alle Wunden
vom Tierarzt begutachten lassen. Fasse bei Verdacht das Tierchen
mit bissfesten Handschuhen an und setze die Katze bis zur Klärung
durch den Arzt in einen sicheren Behälter. Bei fremden,
freilaufenden Katzen verständige den Tierarzt oder das Veterinäramt.
Tollwut zählt
zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten. Bereits die Berührung
eines tollwutverdächtigen Tieres gilt als Krankheitsverdacht und muss dem zuständigen Veterinäramt und Gesundheitsamt gemeldet
werden. Dies gilt auch für das eigene Tier. Unter behördlicher
Aufsicht kann ein ansteckungsverdächtiges Tier bis zu sechs
Monaten beobachtet werden, ob sich der Tollwutverdacht bestätigt.
Glücklicherweise erkranken Katzen nicht sehr häufig. Die beste
Vorbeugung ist die Schutzimpfung. Außerdem dürfen in gefährdeten
Bezirken Katzen nicht frei herumlaufen.
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Aujeszkysche
Krankheit (Pseudowut)
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Diese
Krankheit wurde nach ihrem Entdecker, dem ungarischen Mediziner Aujeszky, benannt. Im Krankheitsverlauf ist sie der Tollwut täuschend
ähnlich. Nur fehlen hier die für die Tollwut typischen,
aggressiven Verhaltensweisen. Ausgelöst wird die Krankheit durch
Viren, die sich in rohem Schweinefleisch befinden können. Die
Inkubationszeit ist relativ kurz. Sie beträgt zwei bis vier Tage.
Die Krankheit kann so akut verlaufen, dass die erkrankte Katze
innerhalb von zwei Tagen stirbt. In besonders akuten Fällen
tritt der Tod schon nach zwölf Stunden ein. Eine Behandlung ist
nicht möglich. Infizierte Katzen sterben.
Die
Krankheitsanzeichen:
Wesensveränderung
mit einhergehender motorischer Unruhe. Vermehrter Speichelfluss,
jedoch mit fehlender Unterkieferlähmung. Enormer Beiss-, Kratz-
und Scheuertrieb. Zunehmende Atemnot. Kieferkrämpfe. Erbrechen
und Fieber. Außerdem kann das Kätzchen schmerzvoll brummen und
miauen. Der ausgeprägte Juckreiz, wodurch das Tierchen ständig
zum Kopfschütteln verleitet wird, muss nicht unbedingt auftreten.
Er wurde nur an rund 60 % der erkrankten Tiere festgestellt. Die
einzige Chance zur Krankheitsverhütung liegt in vorbeugenden Maßnahmen.
Schweinefleisch sollte daher niemals roh, sondern stets
abgekocht gefüttert werden. Das gleiche gilt für
die Innereien, wie Schlund, Nieren, Herz und Leber. Auch
Schweinemett darf der Katze nicht gegeben werden.
Besonders in ländlichen Gegenden muss gewährleistet sein, dass
das Kätzchen nicht mit Schweinen in Berührung kommt. In diesem
Umfeld muss man auftretende Kiemnager (Mäuse, Ratten usw.)
umgehend vernichten.
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Septikämie
(Blutvergiftung)
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Auslöser
dieser nicht ungefährlichen Krankheit sind Bakterien, die sich,
im Entzündungsherd festgesetzt, vermehren und in den Organismus
der Katze eindringen. Es kommt zu einem Kampf zwischen Bakterien
und weißen Blutkörperchen, wodurch schließlich ein Eiterherd
entsteht, der sich aus den Leichen der weißen Blutkörperchen
und aus Gewebetrümmern zusammensetzt. Die Bakteriengifte und das
zerstörte Gewebsmaterial werden durch die Lymphe abtransportiert.
Auf diesem Wege können vermehrungsfähige Bakterien in die
Lymphspalten und Lymphgefäße eindringen und Entzündungen
hervorrufen. Gelangen die Bakterien von dort aus in die Blutbahn,
kommt es zur Blutvergiftung. Natürlich können die Bakterien
auch auf dem direkten Wege in die Blutbahn geraten. Diese Art der
Bakterienausbreitung im Blut kommt sogar häufig vor.
Besonders
gefährdet sind Katzen, deren Organismus durch einen schlechten
Gesundheitszustand geschwächt ist, da hier die
krankheitserregenden Keime einen guten Nährboden finden. Eine präzise
Inkubationszeit ist nicht bekannt. Sie ist sehr unterschiedlich
und von der Bildung der Bakterien am Krankheitsherd abhängig.
Zwischen Verletzung und Ausbruch der Krankheit können wenige
Tage, aber auch eine Woche vergehen. Natürlich kann die
Blutvergiftung, wie viele andere Infektionskrankheiten, auch
unliebsame Folgeschäden hinterlassen. So sind Leber- und
Nierenschädigungen, aber auch Lungen- und Brustfellentzündungen
bekannt.
Eine
Isolation des erkrankten Tieres ist eigentlich nicht erforderlich.
Dennoch solltest Du vorsichtig sein und mit der Katze
verantwortlich umgehen. Denke bitte auch an die eigene Hygiene,
wenn Du mit der erkrankten Katze in Berührung gekommen bist. Der
Blutvergiftung kannst Du durch vorbeugende Maßnahmen
entgegentreten. Halte das Fell der Katze stets sauber, damit bei
einer Verletzung nicht unnötig Schmutzpartikel in die Wunde
gelangen. Wunden solltest Du fachgerecht versorgen oder versorgen
lassen. Darüber hinaus solltest Du Parasiten (Flöhe usw.) von
der Katze fernhalten. Die Katze muss gut ernährt werden, da eine
schlechte körperliche Verfassung die Krankheit begünstigt.
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| Tetanus (Wundstarrkrampf) |
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Diese
Krankheit wird durch den Tetanusbazillus ausgelöst.
Tetanusbazillen gehören zur Gruppe der Anaerobier, das sind
Kleinstlebewesen, die auch ohne Sauerstoff wachsen können. Ihre
Heimat ist der Erdboden, wir finden sie in Feld-, Wald- und
Gartenerde. Glücklicherweise kommen Infektionen bei der Katze
nur selten vor. Dies ist auf die hohe, natürliche Resistenz
unserer Samtpfote zurückzuführen. Hat sich die Katze jedoch
infiziert, beginnen die Gifte der Tetanusbazillen ihr
vernichtendes Werk. Theoretisch gelangen sie durch alle Wunden,
die mit Erde Berührung hatten, in den Körper des Tieres. Sie
vermehren sich dort und führen durch ihre Gifte zur Nervenlähmung,
wodurch insbesondere die Skelettmuskulatur betroffen wird. Mehr
gefährdet sind Katzen mit tiefliegenden Verletzungen. Hier dürfen
wir an Bein Verletzungen und Kastrationswunden denken.
Die
Inkubationszeit beträgt 6 bis 18 Tage, manchmal auch mehr. Je länger
die Inkubationszeit dauert, je unvollständiger sich das
Krankheitsbild entwickelt, desto besser ist die Heilungschance.
Langsam, aber mitunter auch sehr schnell und deutlich sichtbar, können
die Symptome auftreten. Werde bitte hellhörig, wenn Deine Katze
träge wird, Schluckbeschwerden bekommt und die Nahrung
verweigert. Dabei spielt es keine Rolle, wie ausgeprägt die
Beschwerden sind. Sicherheitshalber solltest Du den Tierarzt
aufsuchen. Den anfänglichen Beschwerden folgen schnell Zuckungen
der Skelettmuskulatur und allmählich stellen sich Lähmungen ein.
Das Kätzchen steht mit leicht gespreizten, steifen Beinen auf
dem Boden und kann den ganzen Körper nicht mehr bewegen. Die
Wissenschaftler haben dafür den Begriff Sägebockstellung"
geprägt. Tiere, die im Moment der Lähmung liegen, können nicht
mehr aufstehen. Das Katzengesicht bekommt einen maskenhaften
Ausdruck. Die Ohren werden hochgezogen, die Nickhaut der Augen fällt
möglicherweise vor und auf der Stirn bilden sich Falten. In
diesem Stadium sollte aus tierschützerischen Gründen die
Euthanasie eingeleitet werden.
Sind die
Krankheitserscheinungen nicht so ausgeprägt und überlebt die
Samtpfote die ersten vier bis zehn Tage, sind die Heilungschancen
gut. Der Krankheitszustand bessert sich dann und klingt rasch ab.
Nach Beobachtungen konnte eine Katze bereits am sechsten
Behandlungstag wieder selbständig Nahrung aufnehmen, am achten
Tag stehen und nach 17 Tagen laufen Wir sehen, eine Behandlung
ist durchaus möglich und erfolgreich Die Isolation des
erkrankten Kätzchens ist nicht erforderlich, aber empfehlenswert,
damit das Tier nicht gestört wird und ordentlich genesen kann.
Fremde Menschen und Haustiere sollten dem Krankenlager
fernbleiben. Eine besondere Bedeutung kommt den prophylaktischen
Maßnahmen zu. Alle Verletzungen müssen versorgt werden. Es
bildet sich bald ein Schorf, der das Eindringen von
Kleinstlebewesen verhindert. Bleibt die Schorfbildung aus, ziehe
bitte den Tierarzt zu Rate. Größere Verletzungen behandelt auf
jeden Fall der Arzt. Der verletzten Katze darfst Du für kurze
Zeit keinen Ausgang in Gebiete geben, in denen sie aufgrund der
Verschmutzung besonders gefährdet ist.
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| Salmonellose
(Paratyphus) |
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Diese
Krankheit kommt bei der Katze nicht sehr häufig vor. Ob sich das
Kätzchen infiziert, hängt von der Umgebung, in der es lebt, und
von seinen Lebens- und Eßgewohnheiten ab. Es gibt
unterschiedliche Erregertypen, darunter auch solche, die Menschen
und Katzen befallen. Fachleute bezeichnen diese Erreger als
Serotypen". Da Katzen dagegen recht resistent sind,
tritt diese Krankheit meistens in Verbindung mit anderen
Infektionen auf. Durch die neue Infektion wird die Widerstandsfähigkeit
des Tierorganismus herabgesetzt, wodurch die Erreger der
Salmonellose krankmachend reagieren. Auslöser dieser
ernstzunehmenden Infektionskrankheit sind Bakterien, die in
Nagetieren und Geflügel vorkommen. Die Bezeichnung Salmonellen"
ist der Gattungsbegriff für die bestimmte Art von Bakterien.
Hierzu möchten wir bemerken, dass für die Katze nicht alle
Bakterienarten krankheitsauslösend sind. Die Salmonellen setzen
sich in der Darmschleimhaut fest und entfalten dort ihre
vernichtende Wirkung.
Übertragen
wird die Salmonellose durch Schmierinfektion von Katze zu Katze.
Der hochgradig infizierte Katzenkot, der praktisch überall hin
verschleppt werden kann und an dem Katzen eben mal schnuppern,
steckt unser Kätzchen an. Die Tiere können sich aber auch an
verseuchtem Futter und infizierten Getränken anstecken. Hier
denken wir an Wasser, was besonders für freilaufende,
wassertrinkende Katzen, die ihren Bedarf aus einem Rinnsal oder Flüsschen decken, in Frage kommt. Aber auch der Verzehr von
Ratten, Mäusen, Vögeln und Geflügel ist eine Infektionsquelle.
Die Inkubationszeit lässt sich bei dieser Erkrankung nicht genau
nennen. Sie hängt, wie bereits erwähnt, von der Konstitution
des Tieres ab. Wir müssen davon ausgehen, dass die
Krankheitserreger lange Zelt im Körper des Tieres ruhen können
und erst durch die Schwächung des Organismus krankmachend werden.
In anderen Fällen treten die ersten Krankheitsanzeichen einige
Tage nach dem Genuss infizierten Futters auf.
Je nach
Krankheitsform sind die Symptome recht unterschiedlich. Bei der
sogenannten latenten oder ruhenden Form werden überhaupt keine
Symptome sichtbar. Die Enteritisform, die Entzündungen im Dünndarm
hervorruft, beginnt mit heftigen Durchfällen und Erbrechen. Die
septikämische Form, die Vergiftungserscheinungen auslöst, geht
mit hohem Fieber einher. Eine Isolation ist erforderlich, da die
Ausscheidungen der erkrankten Katze ansteckend sind. Du solltest
stets alles abwaschen und desinfizieren. Daher sollten Katzen
auch nicht auf Kinderspielplätze gelassen werden. An Folgeschäden
können Gelbsucht, Bauchfellentzündung und andere Organschädigungen
auftreten.
Den besten
Schutz vor dieser Infektionskrankheit kannst Du durch
prophylaktische Maßnahmen erreichen. Sorge dafür, dass die
Katze nicht zu viele Mäuse verzehrt und mache ihr den Zugang zu
Gebieten schwer, die von Ratten und Mäusen verseucht sind.
Erziehe Deine Mieze so, dass sie sich nicht an Vögeln oder Geflügel
zu schaffen macht. Verwehre dem Tier den Zutritt zu verschmutzten
Wasserstellen. Entferne immer den Katzenkot und desinfiziere die
Umgebung der Katze mit 3%iger Cloraminlösung. Diese erhältst Du
in der Apotheke. Falls sie nicht vorrätig ist, wird sie Dein
Apotheker gern bestellen. Auf diese Art schützt Du Dich und
Deine Katze sehr erfolgreich.
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| Tuberkulose |
| Die
Tuberkulose kann bei unserer Katze sehr vielfältig
auftreten. Wir kennen die Erkrankung der Lunge,
aber auch der anderen Organe. Theoretisch können
alle Organe von den Tuberkelbakterien befallen
werden. Bei der Katze gelten die Atemwege, der
Verdauungstrakt, die Haut, der Kehlkopf und der
Darm als besonders anfällig. Betroffen sind
junge und alte Katzen, wobei die Krankheit junge
und Tiere mittleren Alters bevorzugt heimsucht. Siamkatzen
haben eine besondere Neigung zur Tuberkulose. In
den vergangenen Jahrzehnten wurde die
Tuberkulose stark zurückgedrängt. Die Früherkennung
bei Milchkühen kam nicht nur uns Menschen,
sondern auch unserer Katze zugute. Als
Milchliebhaber infizierte sie sich nämlich häufig
durch Kuhmilch. Die Kuh stellte damals eine der
wichtigsten Infektionsquellen dar. Heute ist es
mehr der Mensch. Ihren Namen hat die Tuberkulose
von den Knötchen, die sich im Gewebe bilden und
von den Wissenschaftlern als Tuberkel bezeichnet
werden.
Auslöser
der Tuberkulose sind die Tuberkelbakterien, die
in verschiedenen Typen existieren. Die Katze
erkrankt am Typus bovinus, den
Rindertuberkelbazillen. Darüber hinaus gibt es
den Typus humanus, also die menschlichen
Tuberkelbazillen, den Typus gallinaceus, die
Tuberkelbazillen der Vögel, und den Typus
poikilothermus, die Tuberkelbazillen der Frösche,
Schildkröten und Schlangen. Die
Tuberkelbazillen können nicht so ohne weiteres
vernichtet werden, denn sie sind säurefest. Die
Krankheitskeime gelangen in die Lymphe und in
das Blut. Von dort werden sie in das Gewebe
ausgeschwemmt. Hierdurch wird es möglich, dass
sich in allen Organen ein Krankheitsherd bilden
kann. Übertragen wird die Erkrankung durch Tröpfcheninfektion
von Katze zu Katze. Das gesunde Tier steckt sich
hier am Speichel des erkrankten Tieres an. Auch
eine Schmierinfektion kommt in Betracht. Die
gesunde Katze reibt sich meist durch den
Putzvorgang den keimhaltigen Speichel eines
erkrankten Tieres in die Haut. Oft werden Augen,
Gebärmutter und Haut befallen; Leber, Niere und
die serösen Häute sind weniger empfindlich.
Erkrankte Katzen leiden meistens unter einer
offenen Tuberkulose. Von einer offenen
Tuberkulose spricht man dann, wenn der Entzündungsherd
nicht abgekapselt ist. Die Erregerausscheidung
ist sehr intensiv. Aber auch gesunde Katzen können
für einige Monate Tuberkuloseerreger
ausscheiden, wenn sie mit einer kranken Katze in
Berührung gekommen sind. Sie selbst müssen
nicht unbedingt infiziert worden sein. Die
Tuberkulose kann sich bei schlechten
hygienischen Verhältnissen besonders gut
ausbreiten.
Im
klinischen Bereich werden drei voneinander
abgegrenzte Stadien der Tuberkulose
unterschieden: das Primärstadium, das Sekundärstadium
und das Tertiärstadium. Als Primärstadium
bezeichnen wir die Erstinfektion mit
Tuberkelbakterien. Es kann bei der Katze ohne
besondere Symptome verlaufen und für uns
verborgen bleiben. Möglicherweise heilt es aus,
ohne dass wir jemals etwas davon bemerken. Die
Tuberkelbakterien können aber auch in das
Lymphsystem und in die Blutbahn verschleppt
werden, wo dann offene Krankheitsherde
entstehen. Die Krankheit kann sich langsam
entwickeln, aber auch sehr schnell
voranschreiten. Dem Primärkomplex kann
unmittelbar das Sekundärstadium folgen. Es
entsteht dann, wenn das Primärstadium nicht
ausheilen konnte und Krankheitskeime in andere
Organe verschleppt wurden. Dieses Stadium
beginnt mit uncharakteristischen
Krankheitsmerkmalen und schwerem Krankheitsgefühl.
Dem Sekundärstadium folgt das Tertiärstadium.
Wir verstehen darunter eine erneute Infektion,
die sich meistens erst nach völliger Abheilung
des Primär- und Sekundärstadiums einstellt.
Ein abgekapselter Krankheitsherd ist in diesem
Fall wieder aufgebrochen. Das Tertiärstadium
beginnt mit schwerem Krankheitsbild und starkem
Leidensgefühl.
Wir
können hier nicht alle möglichen
Verlaufsformen aufzeigen und möchten uns daher
auf die allgemeinen, für Dich sichtbaren,
Symptome beschränken. Anfangs fühlt sich die
Katze lediglich unwohl, was von uns nicht
unbedingt bemerkt werden muss. Die
Krankheitsanzeichen steigern sich rasch. Das
Tier magert ab, wird auffällig ruhig und
beginnt zu husten. Dann folgen mittlere bis
schwere Durchfälle. Es können Wunden
entstehen, die nicht heilen wollen. Die Körpertemperatur
ist entweder normal oder nur leicht erhöht. Verändern
können sich auch die Nasenschleimhäute, die
speckig werden und eine grau-rötliche Farbe
annehmen. Die Katze hat zuvor starken Nasenfluss.
Je nach der Tuberkuloseform treten die
Krankheitsanzeichen unterschiedlich zutage.
Manche Formen verlaufen sehr schwer. Darüber
hinaus kommt es vor, dass sich verschiedene
Tuberkulosearten zusammengesellen.
Die
Lungentuberkulose zeigt deutlich vergrößerte
Mandeln, die porzellanartig und speckig
aussehen. Ein Phänomen, das im Krankheitsfall
wohl die wenigsten Tierfreunde zu sehen
bekommen. Die Lymphknoten sind stark vergrößert
und die entzündlichen Prozesse greifen auf das
Gewebe in der Kehlgegend über. Bei der
Hauttuberkulose bilden sich Knötchen unter der
Haut, die nicht unbedingt schmerzhaft sein müssen.
Nach und nach wird das Hautgewebe von den
Tuberkelbakterien zersetzt, wobei Aussehen und
Farbe stark verändert werden. Durch die Entzündungen
können sich Fisteln oder Geschwüre bilden.
Besonders betroffen sind Backen- und Kehlgegend.
Die Entzündung geht meistens von den
Kehllymphknoten aus, kann jedoch auch ihren
Ursprung in anderen Lymphknoten haben. Am
betroffenen Körperteil entsteht eine immer
tiefer werdende Grube, die dunkelbraune Punkte
oder Flecken aufweist und sich unansehnlich
verformt. Die Hauttuberkulose kommt natürlich
in verschiedenen Formen vor, die die eine oder
andere Katzenrasse unterschiedlich bevorzugt
heimsucht.
Die
knotige Hauttuberkulose befällt vorwiegend
Siamkatzen. Zunächst entstehen in der
Unterhaut knotige Gebilde, die sich flächenartig
ausbreiten können. Später dringen sie in die
Oberhaut vor und führen zu scheußlichen Geschwüren.
Betroffen ist vorwiegend die Nase. Die Geschwüre
können in der Nasenhöhle voranschreiten und
die gesamte Nasenscheidewand zerstören. Die
Infektion geht meist vom Nasenrücken aus. Das
tuberkulöse Hautgeschwür stellt sich oft an
Gliedmaßen und Rücken ein. Es entstehen
rundliche oder ovale Herde, die speckig und
grauweiß aussehen und schmale Ränder
aufweisen. Typisch ist wieder, dass die Geschwüre
nicht heilen wollen. Die Diagnose sichert man
durch Hautabstriche, Kot- und serologische
Untersuchungen.
Eine
Behandlung wird wegen der hohen
Ansteckungsgefahr allgemein abgelehnt. Für
wissenschaftliche Zwecke wurden zwar schon
Behandlungsversuche durchgeführt, die jedoch
nicht den gewünschten Erfolg brachten. Die
Chance des Tierfreundes liegt wieder in der
Krankheitsverhütung. Gute hygienische Verhältnisse,
ausgewogene und kräftige Ernährung, Erhöhung
der Widerstandskraft durch geeignete Vitaminpräparate
und frische Luft sind wichtige Faktoren. Hinzu
kommt eine gewisse psychische Ausgeglichenheit.
Du solltest jedoch immer dann den Tierarzt
aufsuchen, wenn:
eine Erkältung bei der Katze sich nicht
bessern will, das Tierchen ständig hustet oder
rasselnde Atemlaute hat, eine Bronchitis nicht
abheilt, die Körpertemperatur ununterbrochen
leicht erhöht ist, das Kätzchen rasch und ohne
ersichtlichen Grund abmagert, chronische Durchfälle
immer wieder auftreten, Hautfisteln oder Geschwüre
trotz sachkundiger Versorgung nicht heilen
wollen, sich auf der Haut dunkle Flecken bilden,
die Katze ständig das Futter verweigert.
Hier gilt wieder unser alter Grundsatz:
„Vorbeugen ist besser als Heilen". |
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2002-2004, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten. Dein
Katzen-Life-Team:
Tom u. Daniela Döppers
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