Du bist hier: Katzenkrankheiten
Drüsen und Nerven
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| Erkrankungen
der hormonproduzierenden Drüsen |
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Schilddrüsenfehlfunktion
Die
Schilddrüse liegt vor dem oberen Ende der Luftröhre und dem
Kehlkopf. Ihre Hormone beeinflussen viele Stoffwechselvorgänge.
Die Schilddrüsenvergrößerung führt zum Kröpf. Die Ursachen
hierfür sind vielfältig. Manchmal ist auch ein Tumor daran
beteiligt. Die Überfunktion der Schilddrüse bewirkt eine
Abmagerung des Tieres mit Neigung zu Herzstörungen, Unruhe und
Durchfällen. Besteht eine Unterfunktion, erfolgt meist eine
Gewichtszunahme, verbunden mit Trägheit und Antriebslosigkeit.
Ebenfalls kann es zu Haarausfall kommen. Die Diagnose und
Behandlung ist schwierig. Der Arzt ist zu befragen.
Nebennierenerkrankungen
Die
Nebennieren sitzen kappenartig auf den Nieren auf und bestehen
aus zwei Geweben: der Rinde und dem Mark. In der Nebennierenrinde
werden Hormone gebildet, die beispielsweise für den Salz-,
Wasser- und Zuckerstoffwechsel verantwortlich sind. Sie spielen
auch eine Rolle bei der Infektionsabwehr. Wir kennen Cortison,
Hydrocortison und Aldossteron usw. Das
Nebennierenmark produziert das Hormon Adrenalin. Es regelt den
Blutdruck und die Blutverteilung und hat die wesentliche Aufgabe,
den Organismus in Notfällen abwehrfähig zu machen. So ist die
Wehrhaftigkeit einer Katze, die von einem Hund in die Enge
getrieben wird, auf eine vermehrte Ausschüttung des Adrenalins
zurückzuführen. Adrenalin erfüllt noch mehr Aufgaben im
Organismus, auf die wir hier nicht eingehen können. Störungen
der Nebennieren machen sich bemerkbar durch Ermüdungserscheinungen,
Abmagerung, Kreislaufstörungen, Magen- und Darmbeschwerden und
mangelnden Appetit. Die Symptome sind also vielfältig und für
den Laien nicht direkt erkennbar. Diagnose
und Behandlung sind nicht einfach und bleiben dem Arzt überlassen.
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| Erkrankungen
der Katzenpsyche - Depression |
Dass Katzen an Depressionen
erkranken können, ist eine neuere Erkenntnis. Die Schlüsselfunktion für die
Entstehung einer Depression ist dem limbischen System (das Gehirnareal, welches
für das komplette Gefühlsleben zuständig ist, - es ähnelt sehr dem Menschen
und so weißt das Gefühlsleben einer Katze die gleiche Bandbreite an Gefühlen
auf wie beim Menschen) zuzuschreiben. Die Diagnose einer Depression bei Deiner
Katze ist sehr schwierig, da die Verhaltensweisen einer depressiv gewordenen
Katze sich gegensätzlich äußern können.
Auslöser für eine Depression können sein:
- permanent ausweglose,
traurige, beängstigende oder bedrohliche Situation ausgesetzt
- Verlust des geliebten Menschen
oder tierischen Gefährten
- Verlust des Territoriums
- Verlust der Zuneigung und
Zuwendung von Menschen
- dominante bzw. junge zu
lebhafte Zweitkatze
- größere Veränderungen im
Alltag
- unerkannte schmerzhafte
Krankheiten
- Katzen-Massenhaltung auf engem
Raum
- ständiges Alleingelassen
werden
- einer Katze urplötzlich den
Freigang nicht mehr gewähren
- anhaltende Langeweile
Anzeichen für eine
Depression können sein:
- Verlust des Appetits -
Fresssucht
- Apathie - Hyperaktivität
- extreme Anhänglichkeit -
totale Ablehnung
- Reizbarkeit, Aggressivität -
Lethargie
- zwanghaftes Fell-Lecken
- totale Vernachlässigung der Körperpflege
- Schlafstörungen - Dauerschlaf
- Unsauberkeit
hier kann man auch die
gegensätzlichen Verhaltensweisen erkennen.
Depressionen können auch krankheitsbedingt als
begleitende Depression einhergehen. Es ist auch bei den Senior-Katzen möglich,
das eine Alters-Depression auftritt. Die älteren Katzen müssen körperlich und
geistig angeregt werden, um einer solchen Alters-Depression vorzubeugen.
Auf jeden Fall ist eine nicht erkannte und nicht behandelte Depression eine sehr
große Gefahr für das Wohl der Katze. Die Depression mündet dann oft in eine
körperliche Erkrankung, in Organversagen und schlimmstenfalls führt sie sogar
zum Tode der Katze.
Behandlungsmöglichkeiten gegen eine
Depression können sein:
- Behebung der auslösenden Ursache
- begleitend medikamentöse Behandlung
- sehr viel Zuwendung durch den Katzenhalter
- positive Veränderung in Form von neuen
Spielideen, Spielzeug, Futter, Leckerlies
- viel Liebe und Geduld
- Verhaltenstherapeut zu Rate ziehen
- die Katzenintelligenz durch z.B. Verstecken
von Leckerlies in z.B. Spielzeugball mit Löchern
- Zusätzliche Hilfe kann die Alternative
Medizin bieten (Bachblüten, Aromatherapie, TTouch, etc.)
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| Erkrankungen
der Katzenpsyche - Die ängstliche bzw.
die nervöse Katze |
An nervösen oder ängstlichen
Katzen hat man oft wenig Freude, insbesondere dann, wenn es im Haus eher lebhaft
zugeht. Sobald es einmal lauter wird oder Besucher kommen, verkriecht sich
die Katze unters Bett oder dem Schrank oder zischt ganz schnell aus dem Zimmer
und kommt erst wieder, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist. Die Katze ist eine
Einzelgängerin und daher auf sich selbst angewiesen. Es bleibt ihr nur die
Möglichkeit zur Flucht. Daher lebt die nervöse Katze in ständiger Anspannung.
Ob es gelingen kann, der Katze mehr Selbstvertrauen zu geben hängt von vielen
Faktoren ab - auch davon wie die Katze aufgewachsen ist. Wenn sie bis zur achten
Lebenswoche keinen Kontakt mit Menschen hatte, ist es gänzlich unmöglich, sie
vollkommen an den Menschen zu gewöhnen. Wurde das nervöse Verhalten dagegen
erst später ausgelöst (z.B. traumatische Erfahrung), kann es mit Geduld
und gutem Zureden doch noch gelingen, die Reaktionen der Katze auf Lärm und
Menschen zu normalisiern.
Es ist wichtig, die Katze davon zu überzeugen, dass es ihr mehr Vorteile
bringt, bei Dir zu bleiben als wegzulaufen. Man sollte dabei nie außer Acht
lassen, dass Deine nervöse - ängstliche Katze bei ihrer Flucht unter die Couch
glaubt, gerade noch einmal mit ihrem Leben davongekommen zu sein!
Das schreckhafte Verhalten lässt sich nur dann beseitigen, wenn die Katze die
Erfahrung macht, dass die von ihr anfänglich wahrgenommene Bedrohung in
Wirklichkeit gar nicht existiert.
Wie kann man vorgehen:
- Als Katzenhalter sehr viel
Geduld üben und sehr viel Zeit aufwenden
- Langsam Kontakt aufbauen,
nichts überstürzen
- Körperkontakt und Sprechen
mit der Katze
- Nicht aufgeben, es kann sehr
lange dauern, bis die Katze Vertrauen gewinnt
- Der Katze eine Rückzugsmöglichkeit in Form
einer Katzenhöhle geben
- Immer loben, wenn die Katze sich zutraulich
verhält und beruhigend zureden
- Langsam mit neuen Situationen konfrontieren
- Erst nach einiger Zeit mit Besuch
konfrontieren, dieser sollte erst einmal sehr ruhig bleiben und die Katze
mit ihrer Lieblingsleckerei füttern. So lernt sie auch den Besuch positiv
kennen.
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| Erkrankungen
des Nervensystems |
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Epilepsie
(Fallsucht)
Hier
unterscheiden wir zwischen dem großen" und kleinen"
epileptischen Anfall. Die allgemeinen Symptome sind: Bewegungsstörungen, taumelnder Gang, starre, weit geöffnete
Pupillen, Reaktionslosigkeit, zur Seite fallen, heftige Zuckungen,
Schaum vor dem Mund. Ursachen können
sein: Vergiftungen, äußere Gewalteinwirkungen, wie Schläge
in die Kopf- und Nackengegend, Tumore, die das Nervensystem
einengen und Hirnentzündungen. Es können sich auch Folgeschäden
wie zurückbleibende Koordinationsstörungen bei
differenzierten Bewegungsabläufen und Balanceakten einstellen.
Bei akutem Anfall siehe Pflege/Medizin". Behandeln darf
nur der Arzt.
Hirnhautentzündung
(Meningitis)
Entzündet
sind die Häute um das Gehirn und des Rückenmarks. Meistens
handelt es sich um eine Virusinfektion. Aber auch durch eine
falsch oder nicht behandelte Mittelohrentzündung können durch
die Ausweitung des Entzündungsherdes die Hirnhäute be- troffen
werden. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber (41,7°C). Es
kommt zu Krämpfen und unkoordinierten Bewegungen. Das Bewusstsein wird stark getrübt. Die Behandlung ist schwierig und bleibt dem
Arzt überlassen.
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Katzen-Life-Team:
Tom u. Daniela Döppers
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