Du bist hier: Katzenkrankheiten
Pflege/Medizin |
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Themen der
Seite Pflege: Fell u. Krallenpflege,
Haltegriffe, Kalt/Warm
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| Allgemeines
zu Pflege/Medizin - Erste Hilfe |
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Die Anleitungen sollen Dir nur zur Ersten Hilfe
oder bei entsprechendem Handlungsbedarf, wie verabreichen von
Medikamenten/Vitaminpräparaten, die Du vom Tierarzt erhalten hast, dienen.
Versuche auf jeden Fall vor der Pflege bzw. medizinischen Maßnahmen, Deine
Katze zu beruhigen oder sie in einem ruhigen ausgeglichenen Zustand (bei Pflege)
zu "erwischen". Wenn Deine Katze aber eher unruhig oder sogar wild
reagiert, solltest Du unbedingt einen Helfer hinzuziehen und/oder aber die
nachfolgende Methode mit dem Einbinden in den Leinenbeutel benutzen.
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| Pflege |
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Ohrenpflege
Du selbst solltest
nur die äußere Ohrmuschel und den Anfang des Gehörgangs
reinigen. Die tiefe Ohrreinigung bleibt dem Tierarzt überlassen.
Zur Reinigung verwendest Du unter anderem weiche Wattestäbchen und
ein Ohrenpflegemittel, das Du in jedem Zoofachgeschäft erhältst.
Dann nimmst Du die Katze auf den Schoß, fasst die Ohrspitze und
wendest die Ohrmuschel etwas nach außen. Nun feuchte das Wattestäbchen
mit Ohrenpflege an und beginne mit der Reinigung am Anfang des
Gehörgangs. Dabei führst Du das Wattestäbchen stets leicht von
unten nach oben und hebst den Schmutz ab. Besser als Wattestäbchen
sind Papiertaschentücher, da Du damit auf jeden Fall schonender
die Katze reinigst.
Du merkst auf jeden
Fall am Verhalten der Katze, wann eine Ohrreinigung fällig ist.
Sie wird sich dann unaufhörlich kratzen und keine Ruhe geben.
Kratzt sie sich nach der Reinigung weiter, solltest Du das Ohr
vom Tierarzt untersuchen lassen.
Augenpflege
Normalerweise müssen
die Augen weder gepflegt noch gereinigt werden. Auch bei Katzen
sorgt der Tränenfluss für saubere und feuchte Augen. Bei
Augenentzündungen kann aber auch das Einträufeln von Tropfen
notwendig werden. Nimm das Kätzchen auf den Schoß, drücke mit
dem Daumen das untere Augenlid ein wenig herunter und träufele
die zuvor angewärmten Tropfen in den inneren Augenwinkel. Die
Tropfen bitte nicht in das Auge fallen, sondern sachte hineinfließen
lassen. Du darfst auch nur Tropfen verwenden, die der Tierarzt
verordnet hat. Da die Tränenflüssigkeit den Staub von den Augen
spült und sich auch noch mit anderen Staubteilchen vermischt,
entsteht in den Augenwinkeln manchmal Tränenstein. Diesen
entfernst Du vorsichtig mit einem feuchten Wattestäbchen.

Fellpflege

Kamm und Bürste
sind die besten Pflegemittel. Besonders beim Haarwechsel muss die
Katze täglich gekämmt und gebürstet werden. Kämmen und Bürsten
erfolgt immer vom Kopf zum Schwanz hin. Niemals umgekehrt! Du würdest
die Katze sonst vergraulen. Verwendet wird ein biegsamer Kamm mit
nicht allzu eng nebeneinander stehenden Zähnen. Die Bürste
sollte mittelharte Borsten haben. Zuerst wird das Fell gekämmt
und anschließend leicht überbürstet. Manche Katzen müssen ab
und zu auch gebadet werden. Daran findet allerdings nicht jedes
Katzentier Vergnügen. Du bereitest in einer Badewanne lauwarmes
Wasser, so, dass es dem Tierchen gerade bis zum Bauch reicht.
Dann nehme etwas Katzenshampoo und beginne von unten her zu
waschen. Danach spüle das Fell mit klarem Wasser ab. Katzen, die
sich nicht waschen lassen, kann man auch mit einem Trockenshampoo
reinigen. Dieses Präparat gibt es in allen Zoofachgeschäften.
Macht sich
Ungeziefer bemerkbar, muss die Katze mit einem Ungezieferpuder
oder Ungezieferspray behandelt werden. Man kann es aber auch
vorbeugend verwenden. Läuse, Flöhe und Zecken werden somit ferngehalten. Das Spray solltest Du auf ein Tuch geben , mit dem
Du die Katze gut abreibst. Wenn Du Puder verwendest, musst Du das
Katzenfell mit der Hand gegen den Strich hin aufstreichen und das
Puder unter das Fell streuen. Gut ist es, wenn Du dies möglichst
geräuschlos tust, damit die Katze nicht erschrickt. Vorbeugend
kannst Du auch ein Ungezieferhalsband anlegen. Zur vollendeten
Fellpflege gehört auch die Gabe von entsprechenden Nährstoffen
und Vitaminen.
Krallenpflege
Das Krallenhorn der Vorderpfoten
bildet sich besonders rasch. Kann es nicht auf natürlichem Wege abgenutzt
werden, muss es mit einer speziellen feinen Krallenzange oder einem Nagelknipser
gekürzt werden. Nagelscheren eignen sich zur Krallenpflege nicht, da sie das
Krallenhorn mehr quetschen als schneiden. Zur artgerechten Pflege gehört also
auch, dass Du die Krallenlänge Deines Lieblings regelmäßig kontrollierst.
Besonders wichtig ist die Krallenkontrolle dann, wenn Deine Katze längere Zeit
einen behindernden Pfotenverband tragen musste oder lange nicht mehr am
Kratzbaum gekratzt hat.
Routinemäßiges Krallenkürzen kann darüber hinaus bei sehr alten Tieren mit
ihrer oft erheblich nachlassenden oder eingeschränkten Bewegungsaktivität
nötig werden.
Und so wird es gemacht: Die Katze auf Deinen Schoß nehmen und gut festhalten.
Mit einer Hand ein Vorderpfötchen greifen, mit dem Daumen auf den Zehenrücken
und gleichzeitig mit dem Zeigefinger auf den entsprechenden Zehenballen
drücken. Dann kommt nämlich die Kralle zum Vorschein und kann gestutzt werden
- aber nur bis maximal zwei Millimeter vom Blut- und Nervenbahnen führenden
Mark entfernt! Meist sind Katzenkrallen ja unpigmentiert, was das Erkennen ihres
rötlich gefärbten Anteils erleichtert, doch es gibt auch dunkel gefärbte
Krallen. Hier empfiehlt es sich, häufiger, dafür aber immer nur winzige
Stückchen zu kürzen.
Falls Du Dir das nicht zutraust oder Deine Katze nicht ruhig hält gehe, genauso
wie im Falle von eingewachsenen Krallen (dabei unbedingt immer zum Tierarzt!)
lieber zum Tierarzt.

Haltegriffe
Der Schultergriff
Du greifst die
Katze mit beiden Händen links und rechts an der Schulter so,
dass die Zeigefinger über den Oberarm fassen und sich die Daumen
auf dem Rücken treffen. Mittel-, Ring- und kleiner Finger liegen
an der Brust an.
Der Brust-Bauchgriff
Die rechte Hand fasst
unter die Brust zwischen die Vorderbeine während die linke Hand
unter den Bauch zwischen die Hinterschenkel gelegt wird. Der
Daumen liegt am rechten Oberschenkel außen an.
Der Genick-Haltegriff
Die Katze wird auf
einen Tisch gesetzt und fest am Nackenfell gehalten. Mit der
flachen Hand drückst Du zusätzlich zwischen Oberschenkel und
Schwanzwurzel das Tier herunter.

Kalt und Warm
Katzen lieben es warm und können
Hitze wesentlich besser als andere Tiere aushalten. So sind z. B.
Zentralheizungen beliebte Ruheplätze. Temperaturschwankungen sind für Katzen
relativ unproblematisch. Sie haben sogar mit dem extremene
Temperaturunterschieden zwischen draußen und drinnen im Winter keine
Schwierigkeiten. Eine Erkältung bekommt Deine Katze normalerweise nur dann,
wenn sie Zugluft ausgesetzt ist oder wenn sie als reine Wohnungskatze an extrem
kalten Wintertagen ins Freie gelangt.
Nass und Trocken
Die meisten Katzen haben es
lieber trocken als nass. allerdings gibt es auch hier spektakuläre Ausnahmen.
Manche Katzen lieben das Geräusch von laufendem wasser und nehmen auch nasse
Pfoten in Kauf, wenn sie nur nahe genug an den Wasserhahn oder in die Badewanne
kommen können. Diese Liebe zum nassen Element geht jedoch meistens nicht so
weit, dass sie sich auch Regen oder nassen Straßen aussetzen würden. Wenn
Deine Katze völlig durchnässt von einem Spaziergang zurückkommt ist es am
besten, sie mit einem Handtuch trocken zu reiben. Auf diese Weise wird der
Kreislauf angeregt und eine Unterkühlung verhindert. Die "Feinarbeit"
übernimmt sie dann ganz von allein, indem sie sich sorgfältig trocken leckt.
Solange die Katze noch feucht ist, darf sie keiner Zugluft ausgesetzt werden.
Meistens achten die Tiere allerdings ganz von selbst darauf.

Baden einer Katze (in
Ausnahmefällen bei starker Verschmutzung oder bei Kontakt mit giftigen Stoffen)
Normalerweise halten Katzen sich
selber sehr sauber. Wenn es in einem Haushalt mehrere Katzen gibt, kann man ab
und zu beobachten, wie sich manche ausschließlich von ihren Kameraden waschen
lassen und sich selber gewissermaßen nur noch symbolisch säubern. Sollte Deine
Katze einmal richtig schmutzig geworden sein, weil sie Ruß, Lehm oder sonstigen
Schmutz nicht ausweichen konnte, muss sie gebadet werden. Allerdings wirklich
nur in diesem Fall, da Wasser den Feuchtigkeitsmantel der Haut austrocknet. Die
meisten Katzen sind von der Prozedur auch keineswegs begeistert und geben ihrem
Unwillen mehr oder weniger vehement Ausdruck. Führt nun wirklich kein Weg mehr
am Bad vorbei, dann ist es am besten, wenn Du ein wenig warmes Wasser in eine
Schüssel oder auch in die Badewanne tust und eine kleine Gummimatte auf den
Boden legst. Die Matte gibt der Katze Halt und verhindert, dass sie sich mit den
Krallen haltsuchend in Deinen Arm verankert. Zum Einseifen eignet sich eine
spezielle Katzenseife. Feuchte die Katze mit Ausnahme des Kopfes ganz an.
Beginne dann am Hals, indem Du dort etwas Schaum bildest und ihn über den
Rücken bis unter den Schwanz verteilst. Anschließend kommen die restlichen
Körperteile an die Reihe. Wenn das Gesicht sehr schmutzig ist, säuberst Du es
vorsichtig mit einem feuchten Waschlappen. Genauso wie beim Baden von Kindern
ist es auch hier wichtig, dass keine Seife in die Augen oder Wasser in die
Ohren, Nase oder Maul der Katze kommt. Um die Katze wieder vom Seifenschaum zu
befreien, muss sie vorsichtig mindestens zweimal mit frischem, warmen Wasser
abgewaschen werden. Ist auch der letzte Seifenrest aus dem Fell entfernt, kannst
Du die Katze abfrottieren. Meistens geht das Baden nicht ohne Proteste ab, die
aber in kürzester Zeit wieder völlig vergessen sind.
Transport der Katze
Wenn Du die Katze
im Auto mitnehmen oder tragen willst, empfiehlt sich ein
Katzenkorb oder ein geschlossener Karton, in den Luftlöcher
geschnitten worden sind. In ihm kann die Katze schonend und ohne
Risiko befördert werden.
Ernährung der
kranken Katze
Bitte schaue dazu
doch unter Katzenernährung/Allgemeines nach. Dort
findest Du Informationen zur
Ernährung der kranken Katze enthalten.
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| Tipps zur
Katzenpflege |
| 1. |
Langhaarkatzen täglich bürsten,
sonst verfilzen die Haare der Katzen. Kurzhaarkatzen zur
Zeit des Haarwechsels bürsten. Die speziellen Kämme
gibt es in vielen Ausführungen im Zoofachhandel. |
| 2. |
Damit sich kein Zahnstein bildet,
sollte man für die entsprechende Ernährung sorgen. Ist
doch Zahnstein aufgetreten, wird dieser vom Tierarzt
entfernt. Die Entfernung beim Arzt wird mittels
Laserstrahl durchgeführt. Diese Laserstrahlen sind für
die Katze nicht schmerzhaft. Trotzdem wird die Entfernung
des Zahnsteins unter Narkose durchgeführt, da die Katze
niemals freiwillig lange genug ihr Maul aufhalten würde. |
| 3. |
Die Katze ist nicht in der Lage,
ihre Ohren von innen selbst zu reinigen. Daher sollte der
Katzenhalter immer wieder in die Ohren sehen, ob sich
dort Schmutz angesiedelt hat. |
| 4. |
In den Augenwinkeln zeigen sich oft
leichte Verkrustungen. Diese lassen sich am besten mit
einem angefeuchteten, weichen Papiertaschentuch entfernen. Augen nicht
mit Kamille spülen, nur mit Wasser. |
| 5. |
Hygiene ist das A und O der
Katzenpflege. Reinige den Futterplatz und die Futtergefäße
täglich und gründlich. Vergesse nicht, das Katzenklo in
angemessenen Intervallen zu reinigen und natürlich auch
zu desinfizieren. Desinfiziere Dich auch nach jeder
Reinigung. |
| 6. |
Um Krankheiten erst gar nicht
einzuschleppen, solltest Du am besten den Kontakt mit
anderen Katzen und Tieren meiden und Deine Schuhe von
unten desinfizieren, wenn Du von draußen kommst. |
| 7. |
Als Futter gebe der Katze
hochwertiges und vitaminreiches Futter, denn eine gesunde
und gut genährte Katze ist seltener krank, als eine
Katze, die nur einseitig, wenig und schlecht genährt
wird. |
| 8. |
Den Tierarzt solltest Du in regelmäßigen
Abständen aufsuchen und die Impfungen und Entwurmungen
solltest Du auch nicht vergessen. Es kann immer mal
passieren , dass eine Katze mit einem kranken Tier in Berührung
kommt, oder Du an Deinen Schuhen oder Deiner Kleidung
Krankheitserreger einschleppst. |
| 9. |
Freilaufende Katzen sollten in den
Sommermonaten regelmäßig auf Zecken untersucht werden.
Gehe bei Zeckenbefall am besten direkt zum Tierarzt oder
hole Dir eine geeignete Zeckenzange. |
| 10. |
Um den Katzen es zu erleichtern, den
Haarballen zu erbrechen, solltest Du Deiner Katze
Katzengras bereitstellen. |
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Themen der
Seite Medizin: Temperatur
messen, Erste Hilfe,
Aufzucht mutterloser
Tiere,
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| Medizin
- Das wichtigste auf einen Blick |
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Puls zählen
Er wird in der
Leistenbeuge getastet. Dort kreuzt in Lendennähe die
Oberschenkelarterie den Hüftknochen innen am Oberschenkel. Den
Puls kannst Du mit Mittel- und Zeigefinger fühlen. Aber nicht
mit dem Daumen, da Du sonst Deinen eigenen Pulsschlag zählst. Du
zählst 15 Sekunden lang die Anzahl der Pulsschläge und
multiplizierst sie mit vier. So erhältst Du die Pulsschläge pro
Minute.
Normalpuls:
Jungtier 140 pro Min. Erwachsene Katze 100 - 120 pro Minute. Im
Krankheitsfall verändert sich der Puls drastisch nach oben oder
auch nach unten. Er kann dann hart und kräftig, aber auch flach
und kaum spürbar sein. Insgesamt wird der Puls durch das
Krankheitsbild bestimmt. So kann er im Endstadium schwerer
Infektionskrankheiten und bei verschiedenen Vergiftungen auf 30
bis 50 Schläge pro Minute absinken. Bei Fieberanfällen,
insbesondere bei beginnenden Infektionskrankheiten, erreicht er
bis zu 160 Schläge pro Minute. Wichtig ist, dass Du die Gefahr
eines zu hohen und zu niedrigen Pulsschlages erkennen kannst und
rechtzeitig den Arzt verständigst. Je weiter sich der Pulsschlag
vom Normalwert entfernt, desto größer ist die Gefahr eines
Kreislaufzusammenbruchs.
Fieber messen
Die Temperatur wird
mit dem Fieberthermometer grundsätzlich im After gemessen.
Versuche nicht, die Temperatur durch das Katzenmäulchen zu
ermitteln. Die Katze wird hierfür nur wenig Verständnis haben
und das Fieberthermometer zerbeißen. Dann müsstest Du mit
schweren Verletzungen der Mundhöhle und vielleicht noch mit
einer Quecksilbervergiftung Deiner Katze rechnen.
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| Und
so misst Du die Temperatur |
| 1. |
Das Thermometer wird mit lauwarmem
Wasser und etwas Spüli gereinigt. |
| 2. |
Du nimmst es in die rechte Hand und
schüttelst es ruckartig nach unten, bis die Quecksilbersäule
bei 37° C steht. |
| 3. |
Dann creme die Thermometerspitze mit Gleitgel ein, damit sie gleitfähig wird. |
| 4. |
Hat Deine Katze viel Vertrauen zu
Dir, drehe das Tierchen mit der linken Hand auf die Seite,
hebe den Schwanz an der Schwanzwurzel an und führe unter
Drehbewegungen das Thermometer etwa 2 cm tief in den
After ein. |
| 5. |
Ist die Katze nervös und wehrt sich,
ziehe einen Helfer hinzu. Setze die Katze auf einen Tisch,
fasse sie mit der linken Hand am Nackenfell und hebe mit
der rechten Hand den Schwanz an der Schwanzwurzel leicht
nach oben hin an. In der Regel wird die Katze stillhalten,
so dass Dein Helfer bequem die Temperatur messen kann. Am
besten verwendest Du ein unzerbrechliches, aber auch
kleines Thermometer. |
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| Medizin
- Erste Hilfe |
| Nach dem Messen
muss
das Thermometer gereinigt werden. Passiert Dir das seltene Mißgeschick,
dass das Thermometer in der Katze abbricht, musst Du sofort den
Tierarzt aufsuchen. Ist er nicht gleich erreichbar, darfst Du
vorläufig 3 x täglich einen Teelöffel Paraffinöl eingeben.
Dadurch wird die Chance erhöht, dass die Katze das abgebrochene
Thermometerstück über den Darm wieder ausscheidet.
Medikamente
eingeben
Medikamente sollen
immer so schonungsvoll wie möglich verabreicht werden, damit die
Katze nicht unnötig leiden muss. Am besten ist es, wenn sie gar
nicht merkt, dass sie ein Medikament bekommt. Dies ist dann möglich,
wenn die Medikamente keine Bitterstoffe enthalten und gut unter
das Futter gemischt werden können. Besonders günstig für
diesen Zweck sind Medikamente in flüssiger Form. Man kann aber
auch Tabletten zerstampfen und unter das Futter mischen. In der
Allgemeinheit weit verbreitet ist auch der Trick, die
Vorderpfoten der Katze mit Tropfen zu beträufeln, so dass sie
diese durch ihr putzen aufnimmt. Dies funktioniert aber meist nur
mit Tropfen, die nicht bitter schmecken.
Hast Du Medizin,
die wegen ihres Geschmacks von der Katze nicht aufgenommen wird
oder als Tabletten nicht pulverisiert werden darf, musst Du diese
der Katze schnell und schonend eingeben. Bittere Medizin kann in
ein aus Katzenfutter geformtes Kügelchen gegeben werden. Du
formst ein pillengroßes Kügelchen, machst mit einer Stricknadel
ein Loch hinein und träufelst die vorgeschriebene Tropfenzahl ein.
Dann schließe es mit Daumen und Zeigefinger.
So werden Tabletten/Pillen
verabreicht
Du nimmst die Katze
auf Deinen Schoß, fasst mit der linken Hand den Oberkiefer, mit
der rechten Hand den Unterkiefer und öffnest das Katzenmäulchen.
Das offene Mäulchen hältst Du dann mit dem Zeige- und Ringfinger
der linken Hand offen und legst mit der rechten Hand die Pille
auf den Zungengrund. Dann lässt Du die Katze los. Sie schluckt
ein- bis zweimal und hat die Pille im Magen. Was natürlich am einfachsten und
am unangenehmsten für Dich und Deine Katze ist:
Du nimmst die Tablette und zerkleinerst sie
zwischen einem Stück Papier und gibst sie dann
in besonders leckeres Futter. Schaue aber nach,
ob Deine Katze alles aufgegessen hat.
Wie es auch gemacht wird findest Du HIER
(nicht ernst zu nehmen).
Lese bitte auch
den Katzenwelt Ratgeber
- Arzneimittel
Verbände (- gehe am besten direkt zum
Tierarzt)
Sie sind bei der
Katze allgemein schlecht anzubringen, da das Tierchen ständig
bemüht ist, diese ungeliebte Verzierung wieder loszuwerden. Bei
Verletzungen am Kopf, die auf keinen Fall berührt oder
angekratzt werden dürfen, empfiehlt sich daher ein Halskragen.
Er wird aus steifer Pappe hergestellt und ragt so hoch über den
Kopf des Kätzchens hinaus, dass es mit den Pfoten nicht mehr an
die Wunde kommt. Der Kragen muss am Hals gut sitzen und wird an
der offenen Stelle mit festen Klebestreifen zugeklebt. Dadurch
kann er jeder Zeit wieder geöffnet und abgenommen werden.
Kopfverband
Du legst den Anfang
einer Mullbinde am Scheitel der Katze an und führst die Binde am
Kinn/Halsbereich entlang wieder zum Scheitel zurück. Nach zwei
Umwicklungen gehst Du mit der Binde am Hinterkopf schräg nach
oben, führst die Binde um die Stirn und schräg am Nacken herab.
Die Ohren müssen frei bleiben. Dieser Verband dient als
Wundbedeckung und als Schutz nach operativen Eingriffen. Die zusätzliche
Verwendung eines Halskragens ist zu überlegen.
Bauchverband
Zunächst legst Du
eine Mullkompresse auf, die mit einer breiten Binde gut befestigt
wird. Anschließend ein genügend großes Stück Schlauchmull, in
das für die Extremitäten kleine Löcher geschnitten werden. Du
steckst die Katze von oben mit dem Hinterteil zuerst in diesen
Mullverband und gibst die Hinter- und Vorderbeine durch die Löcher.
Pfotenverband
Mit einer Mullbinde
wird die Pfote gut umwickelt und mit Leukoplast überklebt, das
oben und unten am Haaransatz der Pfoten festgeklebt werden muss,
da sonst der Verband verrutscht.
Schwanzverband
Bei Verletzungen
wird mit einer Mullunterlage und Mullbinde verbunden und mit
Leukoplast überwickelt.
Die
Flohbehandlung
Wenn Deiner Katze
schwarze Brösel aus dem Fell fallen, solltest
Du überprüfen, ob es sich im normalen
Dreck/Staub von draußen handelt, oder aber, ob
es sich um Flohkot handelt. Dies machst Du,
indem Du die Brösel z. B. mit einem feuchten
Stück Küchenrolle aufwischt und kontrollierst,
ob sich die Brösel auflösen und rot färben.
Dann handelt es sich nämlich um getrocknetes
Blut von den Flöhen.
Erstmaßnahmen
Katze mit Flohkamm auskämmen, als Unterlage
alles, was hell ist (helle Fliesen, Badewanne,
weißes Bettlaken etc.) nehmen.
Die gefangenen Flöhe in ein Gefäß mit Wasser
und Spülmittel werfen oder mit einem Stück
Tesafilm fangen und zerdrücken.
Decken, Kissen, Matten u.ä. öfters waschen,
denn die meisten Flöhe befinden sich nicht auf
der Katze, sondern in deren Umgebung. Hier empfiehlt
sich auch ein Dampfreiniger. Auf jeden Fall
solltest Du ein Präparat beim Tierarzt holen.
Zudem gibt es auch einige Mittel zum selber
machen, wie z. B. Kieselgur Flohpulver HT,
Ungeziefershampoo, Niemwischwasser (alle
Hobbythek). Nach erfolgreicher Flohbehandlung
ist eine Wurmkur empfehlenswert, da Flöhe als
Zwischenwirt für Bandwürmer dienen.
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| Aufzucht
mutterloser Tiere |
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Sie wird
meist dann erforderlich, wenn die Mutterkatze durch einen Unfall
gestorben ist oder aus gesundheitlichen Gründen zum Stillen
nicht in der Lage ist. Zunächst
ist es empfehlenswert, eine passende Amme für die kleinen Tiere
zu finden. Sofern eine Amme gefunden wird, muss man sie erst an
die fremden Kätzchen gewöhnen. Dazu nimmt man ihre
Ruheunterlage und gibt die Kleinkatzen für eine kurze Zeit
hinein. Man kann ihnen aber auch etwas Ammenmilch um die Nase
streichen. Anschließend wird die Ersatzmutter beruhigt und von
einem Helfer ein wenig festgehalten, während die kleinen Katzen
angesetzt werden. Danach redet man der Katze gut zu. Kann keine
Amme gefunden werden, müssen die Kätzchen von Hand aufgezogen
werden. Dabei ist auf folgendes zu achten: Die Kätzchen brauchen
stets ein warmes Lager, das eine Temperatur um 30° C sichert.
Notfalls muss durch ein Rotlicht die Temperatur aufrechterhalten
werden. Nach 14 Tagen genügt die normale Zimmertemperatur.
Präparate
zur Aufzucht von Kleinkatzen sollten vom Spezialhandel oder
Tierarzt bezogen werden. Sie müssen nach Vorschrift zubereitet
sein. Zur Fütterung
wählt man entweder eine kleine Saugflasche, ähnlich der Babywäsche,
die man im Zoofachhandel erhält oder man füttert mit einer
Pipette, die von der Apotheke bezogen werden kann. Die Pipettenfütterung
ist dann empfehlenswert, wenn die Kätzchen nicht genügend an
der Flasche saugen können.
In den
ersten drei Lebenstagen wird bei Tag und Nacht alle zwei Stunden
gefüttert. Bis zum fünften Lebenstag füttert man am Tag alle
zwei Stunden, nachts alle drei Stunden. Ab dem fünften Lebenstag
tags alle drei Stunden und nachts alle vier bis fünf Stunden.
Nach zwei Wochen darf wieder eine Mahlzeit weggelassen werden.
Nach der Nahrungsaufnahme streicht man den Babykatzen mit einem
mittelharten, leicht feuchten und warmen Schwamm über das Bäuchlein.
Dies ersetzt das Lecken der Mutter. Die
Katzenbabynahrung kann man auch selbst zubereiten. Kuhmilch
allein genügt allerdings nicht. Sie muss mit Traubenzucker,
Vitaminpaste, Pflanzenöl und Fleischextrakt angereichert werden.
Rezeptvorschlag:
Ein zehntel Liter Kuhmilch, ein bis zwei Teelöffel Traubenzucker
und 1,5cm Strang Fleischextrakt werden gut gemischt und auf 30°
C erwärmt gefüttert. Alle zwei
Tage gebe auch l cm Strang Vitaminpaste hinzu. Nach den
Mahlzeiten reibe die Babykatzen mit einem feuchten Wattebausch in
der Analgegend, um sie zur Harn- und Kotabgabe zu veranlassen.
Sobald die Tiere kriechen können, zeige ihnen das Katzenklo.
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2002, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten. Dein
Katzen-Life-Team:
Tom u. Daniela Döppers
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