Du bist hier: Katzensprache
Verhalten |
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Themen der Seite:
Reihenfolge Fellreinigung,
Reviermarkierung, Sozialverhalten
der Katze, Schlusswort |
| Allgemeines
zu Verhalten |
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Es braucht zwar einige Zeit, damit Du das
Verhalten Deiner Katze deuten kannst, aber wenn Du es einmal erlernt hast, wirst
Du eigentlich fast immer Verstehen, wie sich Deine Katze gerade fühlt oder was
sie von Dir möchte. Im Allgemeinen verhalten sich Katzen meistens nach ihrem
entsprechenden natürlichen Verhaltensmuster. Ausnahmen gibt es natürlich auch
- durch etwaige Verhaltenstörungen oder Lebensumstände - aber im Normalfall
kann man sich eigentlich nach nachfolgender Übersicht richten.
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| Verhalten
einer Katze - Übersicht |
| Nasenstüber |
Stupst die Katze Dich mit ihrer Nase
an oder leckt sie vorsichtig an Deiner Nase, bedeutet das,
dass sie Dich mag |
| Ohrenanlegen und Schwanzschlagen |
Katzen, die in geduckter Haltung die
Ohren anlegen und hektisch mit dem Schwanz schlagen,
geben damit zum Ausdruck, dass sie gereizt sind. Am
besten die Katze in Ruhe lassen, um beißen oder Kratzer
zu vermeiden |
| Köpfchen geben |
Wenn der Stubentiger Kopf-an-Kopf-Kontakt
sucht, ist das seine Art, Dich zu begrüßen |
| Reiben |
Wenn die Katze an den Beinen entlang
streicht, erst mit dem Kopf, dann mit der Seite und mit
dem Schwanz, markiert sie Dich mit ihren eigenen Gerüchen
und nimmt gleichzeitig die vertrauten Gerüche von Dir auf |
| Um die Beine schnurren |
Eine Katze, die sich laut schnurrend
um Deine Beine reibt (gerade zur Fressenszeit), möchte
gerne etwas essen! |
| Gegenstände hinlegen |
Legt die Katze Dir ein Spielzeug vor
die Füße und tippt es mit den Pfoten an, heißt das,
dass sie mit Dir spielen möchte |
| Anspringen |
Aufforderung zum Spiel; Ärger;
Abreagieren des Jagdinstinkts |
| Beschnuppern |
Kennen lernen des Gegenübers |
| Putzattacke |
Wenn die Katze auf einmal ganz
hektisch anfängt, sich zu putzen, schämt sie sich, weil
sie etwas ausgefressen hat. Damit versucht sie von dem
eigentlichen Übel abzulenken |
| Katzenbuckel und gesträubte Haare |
Eine Katze, die sich durch einen
Buckel und gesträubtes Fell größer macht, will imponieren |
| Rückenansicht |
Legt die Katze sich dir mit dem Rücken
zu, sucht sie zwar Ruhe, aber auch Deine Nähe. Sie
vertraut Dir |
| Demonstratives Krallenschärfen |
Heißt soviel wie: "Schaut mal
her, ich bin hier die Größte!" |
| Auf den Rücken rollen/legen |
Die Katze fühlt sich sehr wohl; der
Mensch soll den Bauch kraulen; ich will spielen. Ein sehr großer
Vertrauensbeweis, da die Katze in der Haltung sehr wehrlos ist. |
| Lecken |
Liebkosung des Gegenübers |
| Treteln |
Beim
Treteln vollzieht die Katze leichte Trampelbewegungen mit
gespreizten Pfoten, wobei die Krallen abwechselnd ein- und
ausgefahren werden. Eine
Katze tretelt in Situationen, in denen sie sich rundum wohl fühlt. Mehr dazu
unter Rubrik Körpersprache. |
| Anstubsen
mit der Pfote |
Diese
Aufforderung heißt: "Ich möchte mit dir toben". |
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| Reihenfolge
der Fellreinigung |
Die Eigenpflege der Katze folgt häufig einem ganz
bestimmten Ritual, wenn die Katze eine lückenlose Körpersäuberung erreichen
will. Die typische Reihenfolge sieht wie folgt aus:
- Lecken der Lippen
- Schlecken einer Pfotenseite, bis sie nass ist
- Reiben der nassen Pfote über den Kopf
einschließlich Ohr, Auge, Wange und Kinn
- Befeuchten der anderen Pfote in der gleichen
Art
- Reiben der nassen Pfote über die andere
Kopfseite
- Schlecken der Vorderbeine und Schultern
- Putzen der Flanken
- Schlecken der Genitalien
- Putzen der Hinterbeine
- Schlecken des Schwanzes vom Anfang bis zur
Spitze
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Wenn in irgendeinem Schritt dieses Prozesses ein
Hindernis, sprich eine extrem verdreckte oder verklebte Stelle gefunden wird, so
wird das Putzen vorübergehend zugunsten eines lokal begrenzten Knabberns mit
den Zähnen unterbrochen. Danach geht sie zur ursprünglichen Putzfolge über.
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| Reviermarkierung
u. Revierverhalten |
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Der Kater zeigt seinen Mitstreitern regelmäßig an, dass das Revier oder
Territorium ihm gehört. Zu diesem Zweck schreitet er immer wieder sein
Wohngebiet ab und markiert dabei wichtige Jagd-, Futter- und Ruheplätze. Die
Markierungen, die er hinterlässt, sind entweder für die Augen oder für die
Nase bestimmt. Wenn sich eine Katze an Dir reibt, will sie damit nicht allein
ihre Zuneigung zeigen. Sie überträgt dabei ihren Körpergeruch und
kennzeichnet Dich als Teil ihres Reviers. Eine freilaufende Katze versieht
Zaunpfähle und Bäume mit Kratzspuren. In der Wohnung kratzt sie an Sofas oder
Sesseln herum, um Sichtmarken zu setzen. Männliche und weibliche Tiere können
Harn spritzen, auch wenn sie kastriert sind, und ein dominanter Kater, der
seinen Kot nicht zuscharrt, hinterlässt damit eine kombinierte Sicht- und
Duftmarkierung.

Domestiziert
und doch noch Wildtier
Obwohl Katzen den Menschen schon seit vielen Tausend Jahren
durch die Geschichte begleiten, haben sie viele der Eigenschaften ihrer
wildlebenden Vorfahren beibehalten. Eine dieser Eigenschaften ist das
Revierverhalten.
Beobachtet man eine Katze bei der Durchwanderung des Gartens,
kann der Eindruck entstehen, das Tier folge geheimnisvollen Pfaden. In der Tat
ist das Revier einer Katze und natürlich auch das eines Katers durchzogen von
unsichtbaren Wegen, die das Tier auf seinen Streifzügen abläuft. Auch wenn
andere Katzen auf Grund von Revierüberschneidungen die gleichen Wege benutzen,
tun sie dies nach Möglichkeit nicht gleichzeitig. Sollten sich doch einmal zwei
Tiere begegnen, gehen sie sich durch Laufen auf einem in sicherer Entfernung
gelegenen parallelen Pfad meist aus dem Weg. Dabei wird aber selbstverständlich
die Rivalin niemals aus den Augen verloren.
Treffen sich zwei Kater, kann es trotzdem zu einem Kampf
kommen. In einem solchen Fall wird dann entweder um ein rolliges Weibchen oder
um die Rangfolge gefochten. Meist gehen diese Kämpfe allerdings ohne Blessuren
ab. Es wird gefaucht, imponiert und die Pfote gehoben. Manchmal wird ein kleiner
Tatzenhieb verteilt. So geht es hin und her, bis einer der Kontrahenten schließlich
aufgibt und sich zurück zieht. Der dominierende Kater markiert sein Revier,
indem er seine Duftmarke an besonders hervorstechenden Punkten hinterlässt. So
weiß jeder sich nähernde fremde Kater, dass dieses Revier und somit auch die
Katzen in diesem schon besetzt ist.
Auch in der Wohnung gehaltene unkastrierte Kater beginnen
unter Umständen mit der Markierung ihres Reviers, in diesem Fall eben der
Wohnung. Das aber hinterlässt einen deutlichen Geruch. Begründet sich dieses
Verhalten tatsächlich auf reinem Revierverhalten, kann eine Kastration Abhilfe
schaffen. Doch sollte das Tier immer zunächst einem Tierarzt vorgestellt
werden, um organische Schäden oder Verhaltensproblematiken auszuschließen, die
ebenfalls zur Markierung führen können.
(Quelle: Zooplus
, Autorin: Korinna Hovorka)
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| Sozialverhalten
der Katze im Bezug auf ihr Revier |
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Katzen
sind Reviertiere:
Wenn sich eine fremde Katze im eigenen Bereich aufhält, wird versucht, sie zu
verjagen. Der Mensch hat aber in aller Regel keine Ahnung davon, welche
Emotionen zwischen den Katzen hin- und herwogen und welche Machtspiele bezüglich
eines Reviers oft ablaufen. Wildkatzen und freilebende Katzen müssen selbst für
ihren Lebensunterhalt sorgen. Sie verteidigen ein bestimmtes Gebiet, in dem sie
ihren Ruheplatz haben, und ein anderes, in dem sie jagen.
Reviergröße:
Freilebende Kater haben ein etwa Dreieinhalbmahl so großes Revier wie Katzen,
auch wenn sie dieses nicht ständig durchstreifen können, insbesondere während
der Paarungszeit. Das Revier des Weibchens ist kleiner, wird aber um so
aggressiver von ihm verteidigt, wenn es Junge hat. Dann ist die Katze auch viel
weniger bereit, die Beute in ihrem Gebiet zu teilen.
Sobald jedoch mehr Futter zur Verfügung steht, ändert sich das soziale Gefüge
vollkommen. Wer je in südlichen Ländern unterwegs war, kennt die großen
Scharen streunender und freilebender Katzen, die sich um Hotels versammeln, wo
es reichlich Futter gibt. Je größer das Nahrungsangebot, desto kleiner das
Gebiet, das die Katze verteidigen muss, um zu überleben.
Was ihr Sozialverhalten betrifft, ist die Katze also flexibel, d. h. der Einzelgänger
kann auch mit Artgenossen zusammenleben, wenn dies notwendig sein sollte.
Unkastrierte, freilebende Kater haben ein Revier, das sich über mehrere
Quadratkilometer erstreckt, während die meisten Hauskatzen nur auf das Haus des
Besitzers, auf dessen Garten vielleicht noch auf die Nachbarschaft beschränkt
ist. Katzen nehmen immer denselben Weg, sie haben ihre Lieblingsplätze, von
denen das Leben um sich herum beobachtet wird. Dort suchen sie sich auch ihr
bevorzugtes Fleckchen zum Sonnen.
Außerdem hängt die Größe des Reviers auch von der Persönlichkeit, dem
Alter und dem Geschlecht der jeweiligen Katze ab, ebenso davon, ob es in der Nähe
andere Katzen oder Hunde gibt.
Mitbenutzung
von Revieren:
Katzenbesitzer wissen meist sehr wenig über das Leben, das ihre Katze außerhalb
der eigenen vier Wände führt, über ihre Kämpfe, Kompromisse und
Freundschaften. Dabei können die kompliziertesten Reviergrenzen durch die Gärten
unserer Häuser verlaufen, die mit geheimen, für uns nicht wahrnehmbaren
Zeichen markiert sind.
Ein solches
Zeichen heißt nicht zwangsläufig "Zutritt verboten". Meist bedeutet
es eher so etwas wie "Filou ist jetzt im Garten" oder "Lilly
benutzt diese Route in der Abenddämmerung". Auf engem Raum zusammenlebende
Katzen scheinen oft eine Art gemeinsamen Nutzungsvertrag für ein bestimmtes
Territorium geschlossen zu haben. Vermutlich hat dabei das stärkste Tier Zugang
zum besten Jagdgebiet, und zwar genau zu der Zeit mit der größten
Wahrscheinlichkeit das Beute unterwegs ist. Die weniger Selbstbewussten müssen
sich dann mit Zeiten begnügen, in denen sich kein anderer dort aufhalten will.
Mit Hilfe von Duftmarken lassen sich solche Dinge ganz friedlich regeln.
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| Schlusswort |
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Genauso gerne wie eine Katze schmust, möchte sie ab
und zu und vor allem nach den Mahlzeiten oder bei Erkrankungen eine Ruhepause.
Lasse auch Deine Katze ihre Zeiten zur Entspannung, sie wird es Dir danken.
Bringe, wenn Du Kinder hast, auch Ihnen bei, das Verhalten einer Katze richtig
zu deuten und den lieben Tieren den nötigen Respekt entgegen zu bringen. Deine
Katze wird auf jeden Fall ausgeglichener sein, wenn sie ihre
Rückzugsmöglichkeiten behält. |
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2002-2005, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten. Dein
Katzen-Life-Team:
Tom u. Daniela Döppers
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