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Katzen aus demselben Wurf haben meist keine
Probleme miteinander. Katzen aus verschieden Würfen benötigen einige Zeit, bis
sie sich aneinander gewöhnt haben. Anders als bei Hund und Katze wird dieser
Prozess von vielen Kommentaren begleitet. Man hat sich sehr viel zu sagen!
Normalerweise reagiert der Neuankömmling äußerst hektisch auf die neue
Umgebung und die Anwesenheit einer anderen Katze. Die neue Katze versteckt sich,
ist aggressiv und sehr nervös. Die "ortsansässige" Katze begegnet
dem Eindringling normalerweise mit höflichem Interesse, das nur dann in
Aggressivität umschlägt, wenn ihre Territorialansprüche verletzt werden. Es
kann jedoch auch sein, dass die alte Katze den Neuankömmling zuerst heftig
ablehnt. In diesem Fall sind viel Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt.
Beobachte die Katzen und versuche herauszubekommen, wo die Schwierigkeiten
liegen. Manchmal hilft es, wenigstens einer Katze einen Raum anzubieten, in den
sie sich zurückziehen kann, wenn sie sich zu sehr gestört fühlt. Sind die
Katzen unterschiedlich alt, könnte dies z. B. ein hoher Schrank sein, den
vorerst nur die ältere Katze erklimmen kann. Wenn die erste Katze auf den
Eindringling anfangs mit Eifersucht reagiert, weil er sich über ihr Fressen
hermacht oder auch weil Du Dich mit ihm beschäftigst, so ist das ganz normal.
Diese Verhalten legt sich aber bald, wenn Du getrennte Fressplätze schaffst und
Deine alte Katze bei den Streicheleinheiten nicht vergisst, sondern ihr sogar
noch mehr Aufmerksamkeit als sonst schenkst. Eventuell ist es nötig, auch
getrennte Katzentoiletten einzurichten. Jungtiere haben sich gewöhnlich bereits
nach einigen Tagen an das neue Zuhause gewöhnt, bei älteren Katzen sollte der
Gewöhnungsprozess nach spätestens drei Wochen abgeschlossen sein. Haben die
Katzen erst einmal miteinander gefressen und aneinandergekuschelt geschlafen,
gibt es keine Probleme mehr. Sowohl für die Katzen als auch für Dich ist es
eigentlich viel angenehmer, wenn mehrere Katzen zum Haushalt gehören. Besonders
Geschwister, die sich von Anfang an gut verstehen, machen viel Freude. Ein Team
von zwei Katzen scheint die ideale Besetzung zu sein, da sich beide Tiere sehr
gut aufeinander einstellen und sich gefühlsmäßig sehr nahe stehen. Dabei ist
es völlig egal, ob sie unterschiedlichen Geschlechts sind oder nicht. Sind zwei
Kater von klein an zusammen, ist auch diese Konstellation unproblematisch, wenn
man sie rechtzeitig kastrieren lässt. Es ist immer wieder überraschend zu
beobachten, wie zärtlich gerade auch das Verhältnis zweier Kater zueinander
sein kann. Wohnungskatzen, die sehr oft alleine sind, brauchen unbedingt einen
Gefährten, aber auch anderen Katzen tut Gesellschaft gut. Die Katzen helfen
sich gegenseitig bei der Körperpflege, wobei sie sich vor allem jenen
Körperteilen widmen, die allein sehr schwer zu erreichen sind. Bei mehreren
Katzen ist auch für genügend Bewegung gesorgt, denn sie finden immer etwas zum
Spielen oder sie jagen sich einfach gegenseitig durch die Wohnung. Dass sie bei
diesen wilden Spielen nicht immer sehr vorsichtig mit den Möbeln umgehen, ist
leider nicht zu verhindern. Es kann auch sein, dass zwei Katzenköpfe wesentlich
mehr Unsinn aushecken als einer. Du wirst jedoch feststellen, dass der Spaß,
den Du an einem Katzenpaar hast bei weitem größer ist, als der eventuell
entstandene Schaden. Auch wenn zwei Katzen gerne miteinander spielen und
kuscheln, werden sie doch immer auch ihrem Herrchen oder Frauchen gegenüber
sehr liebebedürftig sein. Es ist keineswegs so, dass sie sich vom Menschen
zurückziehen, weil sie jetzt eine Katze als Spielgefährten und Kamerad haben.
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